Die ukrainische Bevölkerung muss auf den freien Handel mit landwirtschaftlichen Grundstücken weiter warten. Die Verabschiedung des erforderlichen Gesetzes ist nicht in Sicht. 

In der Ukraine bleiben private Geschäfte mit landwirtschaftlichen Grundstücken weiterhin untersagt. Das Moratorium für Transaktionen mit Agrarland wird weiterhin gelten. Das sei unabhängig davon, ob das Parlament jetzt gegen oder für eine Verlängerung des Moratoriums votieren würde, stellte Ministerpräsident Wladimir Grojsman klar, meldet der aiz-Infodienst. Grund ist eine Klausel im nationalen Bodengesetzbuch, die Transaktionen vor dem Inkrafttreten eines Gesetzes für die Weitergabe landwirtschaftlicher Ländereien generell verbietet. Die Verabschiedung eines derartigen Gesetzes ist aber weiterhin nicht in Sicht. 

Das 2002 wegen des damaligen Chaos am ukrainischen Bodenmarkt vorerst für fünf Jahre verhängte Verbot wurde immer wieder verlängert, zuletzt bis Anfang 2019. Der Internationale Währungsfonds (IWF) sowie mehrere inländische Wirtschaftsfachleute empfehlen Kiew, die Freigabe der Geschäfte mit Agrarland zu beschleunigen.

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