Börse in Hannover

Gerste bleibt fest gestimmt


Die Preisentwicklung für Getreide in den kommenden Wochen bleibt ungewiss. Gerste kann ihr Niveau in Südoldenburg halten. Weizen gibt nach.

 

Eine eindeutige Prognose zu den Getreidepreisen in den Wochen bis zur Ernte wagte kaum ein Teilnehmer heute beim Treffen der Vereinigten Getreide- und Produktenbörse Braunschweig-Hannover-Magdeburg in Hannover. Die Einschätzungen waren allerdings eher auf Schwäche gestimmt.

Weizen in Südoldenburg hat in der vergangenen Zeit bereits nachgegeben. Einerseits ist die logistische Situation nach Abschluss der Rübenkampagne nicht mehr so angespannt. Andererseits kaufen die Mischfutterwerke in Sorge vor der möglicherweise bevorstehenden Afrikanischen Schweinepest (ASP) sehr verhalten Getreide ein.

Gerste kann jedoch ihr Niveau halten. Sie wird für April/Juni mit 164 €/t franko Südoldenburg bewertet. Weizen hat noch einen Preis von 168 bis 169 €/t. Die unverkaufte Menge an Getreide wird im Norden Deutschlands bei 15 bis 30 Prozent gesehen.

Der Frost im Norden Deutschlands hat in den vergangenen Tagen Arbeiten auf den Feldern wieder möglich gemacht. Wechselweizen wurde gesät. Letzte Zuckerrüben wurden gerodet, war auf der Veranstaltung zu hören. Größere Flächen mit Kartoffeln sind allerdings noch nicht eingebracht. 

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