Börsen-Analyse

Größere Weizenfläche in Argentinien


Während es weltweit in vielen wichtigen Anbaugebieten zu trocken ist, können die Landwirte in Argentinien die Weizenaussaat unter guten Bedingungen beginnen. Die Sojaernte steht kurz vor dem Abschluss.

Die Regenfälle im April und Mai haben die Startbedingungen für den Weizen in Argentinien deutlich verbessert. Im Norden des Landes wurden die ersten Flächen gedrillt, teilt die Getreidebörse in Buenos Aires mit. Die Börse erwartet, dass die Anbaufläche gegenüber dem Vorjahr um 7 Prozent auf 6,1 Mio. ha wächst. Eine Prognose zu den Erträgen wagen die Börsenexperten noch nicht. Im vergangenen Jahr war mit 17,75 Mio. t eine gute Ernte eingebracht worden. Das USDA sieht die argentinische Weizenernte in einer ersten Einschätzung bei 19,5 Mio. t. Der IGC rechnet mit 18,5 Mio. t.

Besseres Wetter in den vergangenen Tagen erlaubte es, die Sojaernte wieder aufzunehmen. Gegenüber der Vorwoche wurden bis zum Mittwoch ein Fortschritt von 9,2 Prozent auf nun 80,3 Prozent erreicht. Die Börse geht weiter von einer Sojaernte von 36 Mio. t (2017: 57,5 Mio. t) aus. Die durchschnittlichen Erträge liegen bisher bei 2,28 t (2017: 3,19 t/ha).

Maisernte stockt

Die Maisernte kommt weiter nur langsam voran, weil sich die Landwirte auf die Sojaflächen konzentrieren. Außerdem verzögern der hohe Feuchtigkeitsgehalt in den Kolben und schwer befahrbare Straßen die Arbeiten, die erst auf gut einem Drittel der Flächen abgeschlossen sind. Die Erträge liegen mit 7,07 t/ha (2017: 8,02 t/ha) niedriger als im Vorjahr. Die Prognose für die diesjährige Ernte lässt die Börse unverändert bei 32 Mio. t (2017: 39 Mio. t).

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