Brasilien

Sojaernte schmilzt in der Hitze


USDA

Das Erntetempo für Sojabohnen bleibt in Brasilien hoch. Die Erträge enttäuschen, sodass AGRural seine Prognose deutlich nach unten korrigiert.

In Brasilien wird die Sojaernte deutlich schlechter ausfallen als noch vor einigen Monaten erwartet. Die Hoffnungen auf eine weitere Rekordernte hatten sich schon Ende Januar zerschlagen, weil die Bestände unter unregelmäßigen Niederschlägen und hohen Temperaturen litten. Trotz der größten Anbaufläche aller Zeiten scheint die Erntemenge niedriger auszufallen als im vergangenen Rekordjahr (119,3 Mio. t) und im Jahr 2016/17, als 114,1 Mio. t geerntet wurden.

Niedriger als im WASDE

Die Analysten von AGRural senkten ihre Prognose gegenüber der Schätzung von Anfang Januar um 4,4 Mio. t auf 112,5 Mio. t. Der aktuelle Wert liegt damit um knapp 8,9 Mio. t unter der ursprünglichen Erwartung von 121,4 Mio. t. Die Experten im USDA hatten die brasilianische Sojaernte im Wasde vom Freitag um 5 Mio. t auf 117 Mio. t heruntergestuft. Die Sojanotierungen in Chicago reagierten nicht auf die bullischen Nachrichten aus Brasilien. Die Märzbohne steht am Montagnachmittag deutscher Zeit mit 911,75 Cent/bushel (296,79 €/t) mit 0,3 Prozent im Minus. Das Erntetempo ist in Brasilien weiter hoch. Bis zum 7. März waren 26 Prozent der Flächen gedroschen, das sind 10 Prozent mehr als im Vorjahr und 12 Prozent mehr als im Fünfjahresdurchschnitt.

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