CFTC-Report

Fonds sehen Soja schwächer

An der Börse in Chicago haben institutionelle Anleger zuletzt ihre Wetten auf steigende Sojakurse zurückgefahren. Bei Weizen und Mais hingegen ist die Positionierung bullischer.

Bei den Sojabohnen-Futures an der Chicago Board of Trade (CBoT) haben sich institutionelle Anleger wie Fonds-Manager zuletzt in größerem Stil von Long-Positionen getrennt und Short-Positionen hinzugekauft. Das geht aus dem Positionsbericht der US-Warenterminbörsenaufsicht CFTC für die Woche bis einschließlich Dienstag, 8. Mai, hervor. Eine Long-Position spiegelt Annahmen auf steigende Kurse, eine Short-Position Annahmen auf fallende Preise.

Argentinien versus Handelskrieg

Im Einzelnen trennten sich Fonds-Manager von rund 38.500 Long-Kontrakten und bauten im Gegenzug ihre Short-Position um knapp 17.300 Kontrakte aus. Insgesamt sind institutionelle Anleger aber noch klar bullisch positioniert: Einer Long-Position mit 148.614 Kontrakten steht eine Short-Position mit 26.149 Kontrakten gegenüber. Der Sojamarkt wird gestützt durch die in der laufenden Saison 2017/18 deutlich schwächere Ernte in Argentinien. Vor allem den Chicagoer Markt belastet aber auch der schwelende Handelskrieg zwischen den USA und China, mit drohenden Strafzöllen der Chinesen für US-Sojabohnen.  

Bei den Futures auf Soft-Red-Winterweizen trennten sich institutionelle Anleger hingegen von knapp 20.400 Short-Kontrakten und stockten im Gegenzug ihre Long-Position um knapp 11.200 Kontrakte auf. Insgesamt steht einer Long-Position mit 105.653 Kontrakten eine Short-Position mit 93.068 Kontrakten gegenüber.

Bei den Mais-Futures an der CBOT stießen Fonds etwa 20.000 Short-Kontrakte ab und trennten sich von 155 Long-Kontrakten. Einer Long-Position mit 339.273 Kontrakten steht eine Short-Position mit 133.126 Kontrakten gegenüber.

Fokus auf kommende Woche

Spannend wird die Positionierung in der laufenden Woche sein. Denn am Donnerstag, den 11. Mai, hat das US-Agrarministerium mit seinem Marktbericht „Wasde“ für Mai erste Zahlen für das Wirtschaftsjahr 2018/19 vorgelegt. Darin prognostiziert das USDA für Weizen, Mais und Sojabohnen kleinere Endbestände als in der laufenden Saison, überraschte den Markt aber mit einer alten Trockenheitsmeldungen in den Qualitätsweizengebieten zum Trotz steigenden US-Weizenernte.

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