Chartanalyse

Matif-Weizen: Abwärtskanal verlassen


Foto: az

Der Sinkflug ist gestoppt. Allerdings steht die Börsenampel auf Gelb. Erst Kurse über 204,50 €/t können weitere Steigerungen auslösen.

Chartanalyse Weizen Matif

Nach Ende der dynamischen Übertreibungsphase bis rund 220 €/t lag der Fokus auf Konsolidierung/Korrektur mit Blick auf den Unterstützungsbereich 196,25 €/t. Mit Erreichen dieser Kurse darf die Konsolidierung mittlerweile als abgearbeitet gelten. Zaghaft haben die Käufer den Weizen in der vergangenen Woche aus dem abwärts gerichteten Kanal (rot / gestrichelt) gehievt, und damit ein sehr kleines Richtungssignal generiert.

Kurse über 204,50 €/t werden benötigt, um die Nachhaltigkeit des kleinen Kaufsignals zu bestätigen. Widerstände finden sich weiterhin bei 204,50 €/t, 210 €/t und 220 €/t. Kurse oberhalb der 220 €/t wären übergeordnet positiv und der Weizen würde die Reise nach Norden fortsetzen. Nennenswerte Widerstände oberhalb der 230 finden sich bei 234 und 243 €/t. Darüber müsste man sich an den 2012er Bereichen knapp unter 255 und gegebenenfalls höher orientieren.


Als Unterstützung hat sich mittlerweile sehr deutlich der Bereich 196 €/t etabliert. Unterschreiten der 196 €/t wäre damit – wie so oft in den Vorwochen beschrieben – uneingeschränkt negativ. Der Fokus würde sich dann schnell auf die Unterstützungen 189 / 187,50 und 184 €/t richten.

Fazit: Weizen hat das letztwöchig erwartete untergeordnete Richtungssignal generiert. Anschlusskäufe sind nun notwendig. Nur über 204,50 €/t kann sich die (positive) Wirkung des Signals weiter entfalten. Kurse unter 196 €/t würden dagegen alles Positive negieren. Die übergeordnete Börsen-Ampel für den Dez. 18 Matif Weizen-Kontrakt muss natürlich auch weiterhin Gelb bleiben, kurzfristig aber hat sich die Lage leicht aufgehellt. Chancen und Risiken sind damit recht deutlich definiert.

Nord LB
 Iro Betz, Spezialist für technische Analysen

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