Chartanalyse Matif Weizen KW03

Fehlende Impulse in Paris


Bild: Iro Betz

Bereits seit letzter Woche fehlen die Zahlen der USDA. Ohne die Daten aus den USA handeln die Märkte zurückhaltend.

Chartanalyse Matif Weizen KW03
Nach wie vor scheint eine Einigung im Haushaltsstreit der USA in weiter Ferne zu sein. Damit steht auch weiterhin die Bekanntgabe der ursprünglich für den 11.01.2019 zur Veröffentlichung anstehenden WASDE-Zahlen aus. Die internationalen Agrarmärkte reagieren mit zunehmender Zurückhaltung. Wenig überraschend bleiben ernstzunehmende Kursimpulse aus. Vor dem Hintergrund russischer Weizenexporte und ausbleibender Orientierungshilfen durch das USDA, hält der Matif-März’19-Kontrakt nennenswerten Abstand zum nächsten signalgebenden Widerstand bei 208,50 €/t und sucht derzeit Halt im Unterstützungsbereich um 204 €/t.

Unsicherheit an den Agrarmärkten schreckt Käufer ab

Grundsätzlich können wir unserer leicht positiven Grundhaltung (noch) treu bleiben. Das favorisierte Überwinden des Widerstandes 208,50 €/t scheint jedoch vertagt. Nur oberhalb dieses Widerstandes eröffnet sich weiteres Kurspotential an dem wichtigen Folgewiderstand bei 214 €/t. Kurse darüber dürften den Käufern zusätzlichen Auftrieb verleihen, die Börsenampel für den Weizen auf Grün stellen und die mehrfach besprochenen Widerstände 218 und gegebenenfalls sogar 226,50 €/t aktivieren.

Ein Lichtblick ist, dass es der Pariser Weizenkontrakt vor dem Hintergrund der zusätzlichen Unsicherheit schafft, bereits den ersten Unterstützungsbereich um 203,75 €/t zu halten. Unterhalb dieser Linie befindet sich die nächste Auffanglinie bei 201,50 €/t und erst hier wäre unsere leicht positive Grundhaltung der jüngsten Berichte gefährdet. Unterschreiten der 201,50 €/t aktiviert Abwärtsziele um 196,50 und in der Folge gegebenenfalls 191,50 €/t. Auch 186,50 €/t dürften dann zunächst nicht ausgeschlossen werden.

Fazit: Der europäische Weizen Kontrakt stemmt sich (eigentlich recht erfolgreich) gegen die zusätzliche Marktunsicherheit, begingt durch den US-Haushaltsstreit. Der Fokus des Handels liegt auf den Unterstützungen 203,75 und 201,50 €/t. Damit besteht auch weiterhin die Möglichkeit für einen Anlauf und gegebenenfalls für einen möglichen Sprung über den Widerstand 208,50 €/t. Ohne Lösung des US-Handelsstreits allerdings dürften Käufer dem Markt fernbleiben. Damit muss - trotz leichtem Optimismus - selbst die kurzfristige Börsenampel für den Weizen auf Gelb bleiben.

     
Iro Betz, Spezialist für technische Analysen

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