Chartanalyse Matif-Weizen KW35

Konsolidierung probt 200€ pro Tonne


Bild: Norddeutsche Landesbank

Nach einer Spitze pendelt der Pariser Weizen-Kontrakt wieder zurück. Der Durchbruch durch die runde Grenze wird getestet, doch ein starkes Unterstützungspaket sichert den weiteren Fall ab.

Chartanalyse Matif-Weizen KW35
Wie erwartet setzte der Pariser Weizen-Kontrakt (Sept.18) in der abgelaufenen Berichtswoche seine Konsolidierung fort. Mit Unterschreiten der 205 €/t öffnete sich das für die vergangene Woche avisierte Fenster, 200 €/t zu testen. Die dynamische Übertreibungsphase hat am Widerstand 220 €/t – ganz offenbar – zunächst ihr Ende gefunden. Mit Spannung darf nun abgewartet werden, ob der Pariser Kontrakt in den konservativen Aufwärtskanal zwischen 171,50 und 193,50 €/t (grün / fett) zurückfällt.

Ohne Kurse unter 196,25 €/t nur eine Konsolidierung der Kursgewinne

Widerstände finden sich derzeit bei 205, 210 €/t und 220 €/t. Oberhalb der 220 €/t würde der Weizen die Reise nach Norden fortsetzen, obgleich die aus den Jahren 2012 / 13 resultierenden Horizontalwiderstände 223 und 230 €/t eng gestaffelt liegen. Weitere nennenswerte Widerstände oberhalb der 230 liegen bei 234 und 243 €/t. Darüber müsste man sich an den 2012er Bereichen knapp unter 255 und ggf. höher orientieren.

Interessanter aber derzeit die Unterstützungen:  Wir befinden uns im Unterstützungsbündel 198 / 196,25 / 195 €/t und 193,75 €/t. Unterschreiten der 196,25 €/t wäre – wie in den Vorwochen beschrieben – negativ. Unterhalb der 193,75 €/t würde der Weizen in seinen „konservativen“ Aufwärtskanal fallen. Der Fokus würde sich dann jedoch auf die Unterstützungen 191,50 / 187,50 und 184 €/t richten.

Fazit: Weizen befindet sich in der erwarteten Konsolidierungsphase. Kurse unter 196,25 €/t geben ein Signal für weitergehende Korrekturen. Sollten jedoch 196,25 €/t (und 193,25 €/t) halten, wären schnelle Kursgewinne auf 205 und darüber auf 210 €/t möglich. Immerhin ist das erwartete vor 3 Wochen erwartete Konsolidierungsniveau um 200 €/t nun abgearbeitet. Grundsätzlich aber gilt: Nur über 205 und ggf. 210 €/t wechselt die Farbe derzeit kurzfristig noch auf Rot stehende Börsenampel auf erneut Gelb. Geht mehr?

Nord LB

Iro Betz, Spezialist für technische Analysen, NORD/LB

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