China-Geschäft

Reinert fordert Exportbeschränkungen

Mit seiner Forderung nach Exportbeschränkungen sorgte Hans-Ewald Reinert auf dem Deutschen Fleisch Kongress für Diskussionen.
Thomas Fedra
Mit seiner Forderung nach Exportbeschränkungen sorgte Hans-Ewald Reinert auf dem Deutschen Fleisch Kongress für Diskussionen.

Die ASP in China sorgt in der deutschen Fleischbranche für Turbulenzen. Viele Verarbeiter stehen mit dem Rücken zur Wand.

Mit Blick auf die aktuelle Marktsituation in Deutschland forderte Hans-Ewald Reinert (Reinert Westfälische Privat-Fleischerei) auf dem Deutschen Fleisch Kongress in Wiesbaden Beschränkungen im Export von Schweinefleisch. Dieses Ansinnen wurde von Dr. Heike Harstick umgehend zurückgewiesen. Die Zeiten der Exportquoten seien in der Europäischen Union zum Glück überwunden, erwiderte die Geschäftsführerin des Verbands der Fleischwirtschaft (VDF).


Die knappe Versorgung des deutschen Markts mit Schweinefleisch treibt seit Monaten die Preise. Die große Nachfrage und das hohe Preisniveau in China sorgen dafür, dass auch auf den heimischen Markt die Preise für Teilstücke anziehen. Viele Fleischverarbeiter und Wurstproduzenten trifft die Entwicklung hart, denn es gelingt ihnen nicht, die gestiegenen Kosten im Verkauf umzusetzen.

„Der überwiegende Teil der mittelständischen Wurstproduzenten schreibt rote Zahlen“, warnte auch Klaus-Martin Fischer (Ebner Stolz Mangement Consultants) beim Deutschen Fleisch Kongress in Wiesbaden. Auch in den Pausen ist die aktuelle Marktlage ein vieldiskutiertes Thema. Vielen Verarbeitern fällt es offenbar schwer, sich die für das Weihnachtsfest notwendigen Rohstoffmengen zu sichern. Reinert fordert unter diesen Vorzeichen „gewisse Mengen für den deutschen Markt zurückzuhalten“. Anderenfalls stehe der „Force Majeure kurz vor der Tür“.

8 Kommentare

  1. Andreas
    Erstellt 20. November 2019 13:25 | Permanent-Link

    Wo war der Aufschrei als der Landwirt 1,35 €/ kg bekommen hat . Auch wir haben tief Rote Zahlen geschrieben. Wir brauchen starke Fleischverarbeiter und Wurstproduzenten , aber auch auch ein ausreichendes Einkommen für die Landwirtschaft.

  2. Johannes
    Erstellt 20. November 2019 14:54 | Permanent-Link

    Es dürfte doch kein Problem sein, die höheren Rohstoffkosten beim Verkauf weiterzugeben. Immer wieder wird beteuert, dass der Verbraucher bereit ist, für Lebensmittel einen angemessenen und wertschätzenden Preis zu bezahlen.

  3. Johannes
    Erstellt 20. November 2019 14:55 | Permanent-Link

    Doppelt

    Es dürfte doch kein Problem sein, die höheren Rohstoffkosten beim Verkauf weiterzugeben. Immer wieder wird beteuert, dass der Verbraucher bereit ist, für Lebensmittel einen angemessenen und wertschätzenden Preis zu bezahlen.

  4. Cord Meier
    Erstellt 20. November 2019 15:28 | Permanent-Link

    Also als Landwirt, kaufe ich jetzt sicherlich keine Wurst von Reinert mehr. Denen scheint es egal zu sein, ob Landwirte etwas verdienen oder pleite gehen. Offensichtlich sind wir nur billig, austauschbare Zulieferer. Jahrelang haben wir für zu wenig Geld, Schweine liefern dürfen und nun verdienen wir endlich mal Geld, das allerdings benötigt wird um die Verluste der letzten Jahre auszugleichen. Selbst das ist uns nicht gegönnt? Aber nach mehr Tierwohl schreien. Widerlich, so ein Verhalten.

  5. Alfons
    Erstellt 20. November 2019 16:43 | Permanent-Link

    Totaler blödsinn. Wenn die 1kg wurst erzeugen da ist max 500 gr fleisch drin und wenn wir 30 cent bekommen ist das pro kg wurst 15 cent fürn rostoff. Ein witz sowas wenn die ein kilo nicht 20 cent teurer verkaufen. Dann sollen die den hasen mit edeka rupfen

  6. Ludwig Rasche
    Erstellt 20. November 2019 17:45 | Permanent-Link

    Spätestens seit Reinert anregte, Fleisch aus den USA zu importieren, kaufe ich keine Ware von Reinert. Unser Metzger im Ort kauft auch keine Mettwurst von Reinert. Mit der jetzigen Nummer spielt er sich weiter ins Abseits. Wie dumm kann man sein?

  7. Dirk Nölkenhöner
    Erstellt 21. November 2019 08:46 | Permanent-Link

    Ist schon komisch, wenn das Schweinefleisch für 1,35 €/kg zu haben ist, und es auf Kosten der heimischen Landwirte geht heisst es, dass ist die Marktwirtschaft. Und jetzt wo die Nachfrage steigt ist es nur absolut legitim, dass auch die Landwirte davon profitieren müssen. Soll Reinert doch Lieferverträge machen mit seinen Landwirten/Lieferanten. Nur immer zu seinen eigenen Gunsten die Rosinen rauspicken ist nicht gerade sozial.

  8. Stier
    Erstellt 21. November 2019 10:15 | Permanent-Link

    A Handy kostet 800 Euro und 1.85 Euro ein kg Schweinefleisch und fürs Fleisch solls nicht mehr reichen lächerlich

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