Ernte 2018

In Polen Ausfälle um die 20 Prozent


Fehlende Niederschläge im April und Mai nagen in den betroffenen polnischen Regionen an der Getreideernte. Erste Schätzungen liegen vor.

Landesweit weisen die Böden im Zeitraum 1. April bis 31. Mai im Durchschnitt eine negative klimatische Wasserbilanz (KBW) von 90 mm auf, berichtet das Nationale Institut für Bodenkunde und Pflanzenbau (IUNG) im polnischen Pulawy. Das bedeutet, dass in diesem Jahr im April und Mai die Verdunstung der Pflanzen wesentlich höher war, als der Ausgleich durch Niederschläge.

Besonders hohe Defizite weisen nach den Erhebungen von IUNG in diesem Jahr die Regionen um Posen (wielkopolskie ) und Warschau (mazowieckie) sowie der Streifen entlang der Grenze zu Mecklenburg-Vorpommern und Brandenburg (zachodnie-pomorskie, lubuskie) auf (siehe Karte).

Quelle: IUNG

Die Trockenheit versetzt nach Einschätzung des Instituts zurzeit alle Getreidearten in Stress. In den betroffenen Regionen könnte bereits durch das bisherige Wasserdefizit die Ernte der meisten Getreidekulturen um mindestens 20 Prozent verringert werden.

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