Ernte 2018

Raps enttäuscht erneut im Ertrag


Die Knospenwelke wird die Raps-Ernte mindern, schätzt der DRV.
Foto: Rapool
Die Knospenwelke wird die Raps-Ernte mindern, schätzt der DRV.

Die Getreidebestände haben sich seit Mitte April aufgrund der milden Temperaturen rasant entwickelt und den Vegetationsrückstand nahezu aufgeholt. Gerstenfläche übertrifft Erwartungen. 

Im Süden und Westen ist die Wasserversorgung gut, dort kam der Regen rechtzeitig, in allen anderen Landesteilen wird teilweise dringend Regen benötigt. Der Deutsche Raiffeisenverband (DRV) geht in seiner Ernteschätzung für Mai von einer Getreideernte auf Vorjahresniveau in Höhe von knapp 45,8 Mio. t aus. Grundlage für diese Prognose sind die aktuellen Zahlen des Statistischen Bundesamts zu den Anbauflächen sowie eigene Erhebungen zu den Hektarerträgen.

Die Weizenernte wird auf 23,2 Mio. t und damit leicht schwächer geschätzt als noch im Vormonat. Das Vorjahresergebnis von knapp 24,1 Mio. t wird verfehlt. Grund für diese Anpassung ist die vom Statistischem Bundesamt angegebene geringere Anbaufläche. Bei Wintergerste rechnet der Verband aufgrund einer ebenfalls gesunkenen Anbaufläche gegenwärtig mit rund gut 8,7 Mio. t. Beim Roggen wird eine Erntemenge von gut 3 Mio. t  prognostiziert, die um zehn Prozent deutlich über dem enttäuschenden Vorjahresergebnis liegt. Der DRV führt dies in erster Linie auf höhere Ertragserwartungen zurück.

Bei der Sommergerste liegt die Flächenprognose des Statistischen Bundesamts mit rund 436.000 Hektar deutlich über den Erwartungen des DRV. Unter Berücksichtigung dieser Anbaufläche geht der Verband derzeit von einer Erntemenge in Höhe von knapp 2,4 Mio. t plus 30,4 Prozent. Auch die Sommerweizenfläche ist mit 108.000 ha fast um das Doppelte ausgeweitet worden. Vor allem im Norden ist die Herbstaussaat ins Wasser gefallen. Die Anbaufläche von Körnermais bewegt sich mit rund 453.000 ha im langjährigen Mittel. Bei dieser Kultur wird aber aufgrund niedriger Durchschnittserträge mit gut 4,4 Mio. t eine Erntemenge leicht unter Vorjahresergebnis erwartet.

Rapsprognose angepasst

Die Rapsbestände haben sich in weiten Teilen des Landes negativ entwickelt. Die hohen Temperaturen führten zu einem schnellen Längenwachstum ohne starke Seitentriebbildung. Darüber hinaus leiden viele Bestände unter der Knospenwelke. Vor diesem Hintergrund hat der DRV seine Prognose angepasst und geht nunmehr von einer Erntemenge in Höhe von gut 4,1 Mio. t aus. Dieses Ergebnis liegt unter dem enttäuschenden Wert des Vorjahres von 4,3 Mio. t und unter dem langjährigen Mittel von 5,1 Mio. t.

Die Kommentare für diesen Artikel sind geschlossen.

stats