Ernte 2019

DRV senkt Prognose für Weizen


Die Weizenernte in Deutschland fällt dieses Jahr zwar besser aus als 2018, doch die Hitze im Juni hat aller Voraussicht nach Ertrag gekostet.
Foto: Rainer Sturm / pixelio.de
Die Weizenernte in Deutschland fällt dieses Jahr zwar besser aus als 2018, doch die Hitze im Juni hat aller Voraussicht nach Ertrag gekostet.

Eine deutliche Abwärtskorrektur gegenüber dem Vormonat nimmt der Deutsche Raiffeisenverband in seiner Juli-Prognose für die deutsche Ernte 2019 vor. Der Drusch von Raps und Weizen startet deutlich früher als im Durchschnitt.

Die Juni-Hitze hat nach Einschätzung des Deutschen Raiffeisenverband (DRV) Spuren in den Getreidebeständen hinterlassen. Insbesondere in den ostdeutschen Bundesländern hat der Verband deshalb seine Ernteprognose gesenkt. Der DRV veranschlagt die Getreideernte hierzulande aktuell mit 46,5 Mio. t, das sind 1,5 Mio. t weniger als noch im Vormonat geschätzt, teilte der Verband am Dienstag mit. Damit liegt das Ergebnis allerdings noch im Fünf-Jahres-Durchschnitt. Die Erwartungen an die Rapsernte 2019 bleiben nahezu stabil zum Vormonat bei knapp 3 Mio. t. 

Die Ernte von Raps und Weizen hat nach Angaben des DRV je nach Region um bis zu zehn Tage früher als im Durchschnitt begonnen. Die bislang vorliegenden Ergebnisse reichen allerdings nicht aus, um belastbare Aussagen hinsichtlich der Qualitäten treffen zu können. „Wir erwarten jedoch aufgrund der Witterung größere Unterschiede bei der Qualität und mehr Schmachtkorn als im Durchschnitt“, betont DRV-Getreidemarktexperte Guido Seedler. Wintergerste ist zu einem hohen Prozentsatz gedroschen, in Frühdruschgebieten teilweise schon vollständig.

Prognose für Roggen bleibt stabil

Die Winterweizenproduktion hierzulande veranschlagt der DRV aktuell mit 23,6 Mio. t, das sind 1,1 Mio. t weniger als in der Juni-Prognose. Gegenüber dem Dürrejahr 2018 steigt die Erzeugung allerdings um knapp 4 Mio. t. Zudem rechnet der Verband mit 9,9 (Vorjahr: 7,4) Mio. t Wintergerste und 2,1 (2,2) Mio. t Sommergerste aus der Ernte 2019. Die Roggenproduktion beziffert der DRV nahezu stabil zum Vormonat mit 3,5 (2,2) Mio. t.

Die Hitze und Trockenheit der vergangenen Wochen haben das Getreide mit Ausnahme von Mais überwiegend in der Abreifephase getroffen. Daher sind die Ertragsminderungen bislang vergleichsweise gering ausgefallen. Sollten in den kommenden Wochen weitere Hitzeperioden eintreten, sind beim Körnermais deutliche Ertragseinbußen zu befürchten. Das würde „erhebliche Auswirkungen auf die Versorgungsbilanz von Futtergetreide“ haben, stellt der Verband dazu fest. Aktuell prognostiziert der DRV die Maisproduktion hierzulande auf 4,1 (3,3) Mio. t.

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