Ernte 2019

Gerste schneidet in Sachsen am besten ab


Landwirte in Sachsen konnten die Erträge des Dürrejahres 2018 bei fast allen Ackerkulturen in diesem Jahr übertreffen. Bei allen Kulturen gibt es je nach Niederschlagsmengen erhebliche regionale Ertragsunterschiede.

Diese Bilanz über die vorläufigen Ernteergebnisse 2019 zog Agrarminister Thomas Schmidt (CDU) in Claußnitz gemeinsam mit dem Präsidenten des Sächsischen Landesbauernverbandes, Wolfgang Vogel. Nach den bisherigen Druschergebnissen liegt der durchschnittliche Hektarertrag aller Getreidearten (ohne Körnermais und Corn-Cob-Mix) bei 6,65t/ha und damit um zehn Prozent über dem niedrigen Vorjahresertrag von 6 t/ha, jedoch fünf Prozent unter dem mehrjährigen Mittel von 7 t/ha.  Die Wintergerste ist mit einen Ertrag von 7,3 t/ha am besten mit den Witterungsbedingungen zurechtgekommen.  Beim Winterraps wird von einem Ertrag von 3,3 t/ha berichtet. Der durchschnittliche Winterweizenertrag in Sachsen liegt bei 7 t/ha.  Die Sommergerste schaffte 5 t/ha und lag damit unter Vorjahr mit 5,4 t/ha.  Der durchschnittliche Ertrag von Roggen einschließlich Wintermenggetreide liegt in diesem Jahr bei 5,1 t/ha.

Niedrige Bodenfeuchte

Die geringen Erträge sind vor allem in der Witterung begründet, sagte Schmidt.  "Die Witterung hat Sachsens Landwirte in diesem Jahr erneut vor große Herausforderungen gestellt und die Klimaexperten können auch für die kommenden Jahre keine Entwarnung geben. Ihre Prognosen sagen voraus, dass Wetter- und Witterungsextreme zunehmen werden. Das bedeutet, dass Landwirte und Gartenbauer zunehmend größeren Risiken ausgesetzt sind - auch durch Hagel oder Trockenheit." Schmidt berichtet von Versuchen zu trockenheitstoleranten Sorten und wassersparenden Anbauverfahren in Sachsen. Daneben sollen Unterstützungsmöglichkeiten für Investitionen in Bewässerungsanlagen für alle Kulturarten geöffnet werden. Damit Landwirte und Gartenbauer sich bei Schäden, die trotz aller Vorsorgemaßnahmen eintreten, absichern können, müssen bezahlbare Versicherungen und steuerliche Maßnahmen vor existenzgefährdeten Verlusten vorhanden sein. Dazu gehöre, so Schmidt, ein ermäßigter Steuersatz auch für Versicherungen gegen Schäden durch die Elementargefahr "Trockenheit", eine steuerbegünstigte Risikoausgleichsrücklage sowie eine staatlich geförderte Mehrgefahrenversicherung. Der Freistaat Sachsen setzt sich hierfür auf Bundesebene ein. 

 

 

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