Ernteschätzung

DRV erwartet Ernte auf Vorjahresniveau

Mit nur geringen Veränderungen im Vergleich zum Vorjahr rechnet der Deutsche Raifffeisenverband (DRV) in seiner aktuellen Ernteschätzung im April 2018. Für Getreide und Raps werden Ernten unterhalb des Fünf-Jahresdurchschnitts erwartet.

Im Vergleich zur bisherigen Prognose geht der DRV unverändert von einer Getreideernte in Deutschland in Höhe von 45,8 Mio. t aus. Damit werde der Fünf-Jahresdurchschnitt von 47,8 Mio. t wie bereits im Vorjahr deutlich verfehlt, heißt es in dem Bericht. Trotz des Kälteeinbruchs Ende des Monats März seien nennenswerte Auswinterungsschäden nicht festzustellen. Vielmehr hätten sich die Getreidebestände aufgrund der aktuell milden Witterung gut entwickelt.

Die Erntemenge für Weizen schätzt der DRV auf 24,3 Mio. t und damit geringfügig unter dem Vorjahresergebnis von 24,5 Mio. t. Für Wintergerste wird ein Ergebnis von 9,1 Mio. t und damit das Vorjahresniveau erwartet. Aufgrund deutlicher höher ausfallender Hektarerträge wird für Roggen mit einer Ernte von 3.0 Mio. t ein Ergebnis von knapp 12 Prozent über dem Vorjahr vorhergesagt. Ebenfalls mit einem Plus rechnet der DRV für die Sommergerste. Als Grund dafür nennt er die Ausdehnung der Anbaufläche um rund 11 Prozent auf 376.000 ha.

Raps soll langjährigen Schnitt erneut verfehlen

Für Raps wird die bisherige Ernteschätzung in Höhe von 4,6 Mio. t bestätigt. Zwar werde damit das enttäuschende Vorjahresergebnis in Höhe von 4,3 Mio. t leicht übertroffen. Jedoch werde der langjährige Durchschnitt von 5,1 Mio. t erneut deutlich verfehlt.
Mit Ausnahme von Mais sei die Aussaat der Sommerkulturen nahezu abgeschlossen. Lediglich in den nördlichen Bundesländern Schleswig-Holstein und Mecklenburg-Vorpommern gebe es witterungsbedingt noch unbestellte Flächen. Diese dürften aufgrund der fortgeschrittenen Zeit nun wohl mit Mais oder Leguminosen bestellt werden, vermutet der DRV.

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