EU-Getreideimporte

Ukraine leert Kontingente in Windeseile


Die Ukraine hat ihre zollfreien Importkontingente für Mais und Weizen bereits komplett ausgeschöpft. Die Maisimporte der EU schwellen gewaltig an.

 

Wie die aktuelle Aufstellung der EU-Kommission über den Abruf von zollfreien Importkontingenten zeigt, hat die Ukraine bereits in der ersten Januarwoche ihre Möglichkeiten vollständig ausgenutzt. Es handelt sich um beachtliche Mengen, denn für 2018 stehen der Ukraine zollfreie Importkontingente für rund 1 Mio. t Weizen sowie 1,1 Mio. t für Mais zur Verfügung. Sie waren im Vergleich zum Vorjahr vor allem für Mais deutlich erhöht worden. Lediglich das zollfreie Gerstenkontingent für die Ukraine, das im Kalenderjahr 2018 gut 600.000 t umfasst, ist noch nicht ausgeschöpft.

 

Die gesamten EU-Importe von Weichweizen belaufen sich im aktuellen Wirtschaftsjahr bis 10. Januar auf rund 1,6 Mio. t, wovon etwa 350.000 t aus der Ukraine stammen. Hauptlieferant ist in dieser Saison Moldawien. Bei Mais hat die EU bis 10. Januar etwa 7,9 Mio. t importiert, darunter gut 2,4 Mio. t aus der Ukraine. Den meisten Mais hat die EU im bisherigen Verlauf 2017/18 mit 4,2 Mio. t aus Brasilien bezogen.

Die EU-Maisimporte sind im Vergleich zum Vorjahr regelrecht explodiert. Die EU-Kommission berichtet über einen Anstieg um 45 Prozent. Etwas geringer als 2016/17 sind in dieser Saison dagegen die Weichweizenimporte mit einem Rückgang um 6 Prozent.

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