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Deutschland hat 2018 weniger Schweinefleisch in andere EU-Mitgliedstaaten verkauft. Die hiesigen Produzenten bleiben aber mit Abstand die wichtigsten Anbieter im Binnenmarkt.

Wie die britische Absatzförderungsorganisation AHDB auf Basis von vorläufigen Daten des Statistischen Amtes der Europäischen Union mitteilte, wurden 2018 rund 7,40 Mio t Schweinefleisch ohne Nebenerzeugnisse innergemeinschaftlich gehandelt. Das waren 0,5 Prozent weniger als im Vorjahr. Davon entfielen 1,65 Mio t auf deutsche Exporteure, was einem Marktanteil von 22 Prozent entsprach, meldet Agra-Europe.

Italien ist wichtigster Kunde

Allerdings mussten die hiesigen Anbieter, nicht zuletzt aufgrund der rückläufigen heimischen Produktion, im Vergleich zu 2017 einen Absatzrückgang von 95 000 t oder 5,4 Prozent hinnehmen. Wichtigster Kunde blieb Italien mit einer Abnahmemenge von 360 000 t; dahinter folgten Polen mit 175 000 t sowie die Niederlande und Großbritannien mit jeweils rund 150 000 t.

Spanien verkauft lieber in Drittstaaten

Die spanischen Schweinefleischlieferungen in andere EU-Staaten waren 2018 - trotz höherer Eigenerzeugung - ebenfalls rückläufig, allerdings nur um 1,2 Prozent auf 1,11 Mio t. Grund hierfür waren vor allem die florierenden Verkäufe in Drittstaaten, die quantitativ um gut 10 Prozent zulegten. Wichtigster Kunde Spaniens in der EU blieb Frankreich mit 268 000 t, gefolgt von Italien mit 158 000 t. Während sich die Lieferungen in diese Länder gegenüber 2017 kaum änderten, verzeichnete der Absatz von spanischem Schweinefleisch in Polen einen Zuwachs von 24,0 Prozent auf 75 000 t.

Dänemark musste dagegen im vergangenen Jahr bei Drittlandsexporten Einbußen hinnehmen und erzeugte zudem mehr Schweinefleisch, wodurch die Lieferungen auf den EU-Binnenmarkt im Vergleich zu 2017 um 4,6 Prozent auf 918 000 t stiegen. Dabei nahmen die Ausfuhren zum wichtigsten Handelspartner Deutschland um 10,2 Prozent auf 367 00 t zu. Innergemeinschaftlich war das die größte Handelsmenge von Schweinefleisch zwischen zwei Mitgliedstaaten. Bezogen auf den gesamten EU-Handel entfielen den Statistikern aus Luxemburg zufolge etwa zwei Drittel auf frisches und gekühltes Schweinefleisch. Gefrorene Ware brachte es auf einen Anteil von 12 Prozent, während auf Würste 10 Prozent entfielen.

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