EU-Schlachtschweinemarkt

Stabile Preise zum Jahreswechsel


An den Schlachtschweinemärkten in der EU ist die letzte Woche des Jahres 2017 ruhig ausgeklungen. Die Preise blieben stabil.

Preisliche Änderungen gab es kaum, berichtet die Interessengemeinschaft der Schweinehalter Deutschlands (ISN). In den meisten Ländern hätten sich die Marktteilnehmer auf stabile Preise über die Feiertage verständigt. An den wenigen Werktagen seien zwar umfangreiche Mengen geschlachtet worden. "Dennoch schieben sich wenig überraschend noch einige Partien in das neue Jahr", schreibt die ISN in ihrem Marktbericht. Dementsprechend werde von hohen Schlachtgewichten berichtet.

Rückblickend auf 2017 konnten sich die Preise für Schlachtschweine in der ersten Jahreshälfte sehr positiv entwickeln. Hier lagen die Preise laut ISN quer durch Europa rund 20 Prozent über dem Preisniveau des ersten Halbjahres 2016. Hauptgrund für die guten Preise in den ersten beiden Quartalen war das in vielen EU-Ländern gesunkene Angebot an Schlachtschweinen. In der zweiten Jahreshälfte drehte sich der europäische Schlachtschweinemarkt. Ein wieder gestiegenes Angebot, gepaart mit sehr hohen Schlachtgewichten und die schwache Nachfrage aus China setzten nach dem Sommer die Preise unter Druck.

Nicht nur in Deutschland ist es Sitte des Lebensmitteleinzelhandels, mit umfangreichen Werbeaktionen zu Beginn des Jahres die Verbraucher zum Kauf zu animieren. Dementsprechend sollte der Bedarf der Schlachtunternehmen hoch bleiben. Mit einer Preisänderung sei aktuell nicht zu rechnen.

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