EU-Schweinepreise

Auch kleinere Schlachter zahlen Hauspreise


EU Schweinepreise in der KW 41
ISN
EU Schweinepreise in der KW 41

Deutsche Erzeuger ärgern sich über die um sich greifenden Hauspreise. Zudem erschweren günstige Offerten aus Belgien die Preisverhandlungen.

Während die Notierungen für Schlachtschweine in einigen EU-Mitgliedsländern stabil ausfallen, geben sie in anderen Ländern leicht nach. Stabile Notierungen meldet die Interessengemeinschaft der Schweinehalter Deutschlands (ISN) aus Dänemark, Belgien, Österreich und Deutschland. Tatsächlich hat sich die belgische Notierung nach Feststellung des ASP-Ausbruchs und einer folgenden, einmaligen deutlichen Preiskorrektur für KW 39 gefangen. Schon zum zweiten Mal infolge behauptet sich die belgische Notierung auf dem erreichten korrigierten Preisniveau von 1,16 €/kg.

Für Unmut sorgt der Marktverlauf trotz unveränderter Notierung in Deutschland, denn das aktuelle Notierungsniveau wird von der roten Seite nicht akzeptiert und dadurch Preisdruck erzeugt. Nachdem die großen Schlachtunternehmen den ersten Schritt taten, zahlen auch mehrere mittelständische Schlachtunternehmen nur Hauspreise. Die Abweichung der Auszahlungspreise zur Notierung liegt zwischen 2 und 4 Cent. Der nationale Feiertag in Deutschland am 3. Oktober und damit fehlende Schlachttag erschwert den Druckabbau.

Leicht schwächere Notierungen müssen Spanien und die Niederlande verbuchen. In Spanien ist es vornehmlich der saisonale Angebotsanstieg und das Ende der Urlaubssaison, das zum jahreszeitlich typischen Preisabschlag führt. Insgesamt betrachtet ist der europäische Fleischmarkt das größte Sorgenkind, so sind sich die Marktteilnehmer aus den verschiedenen EU-Ländern einig. Schlechte Margen durch unzureichende Verkaufspreise drücken die Stimmung. Zudem erschweren im Fleischverkauf günstige Offerten aus Belgien die Preisverhandlungen.

Tendenz für den deutschen Markt:
Am hiesigen Schlachtschweinemarkt drückt die aktuelle Hauspreissituation die Stimmung. Das Lebendangebot bleibt saisonbedingt umfangreich und der fehlende Schlachttag in der Vorwoche wirkt noch nach. Die Preisentwicklung ist daher weiter unsicher.

Die Kommentare für diesen Artikel sind geschlossen.

stats