Foto: ISN

Die ISN macht erste Anzeichen für eine Konsolidierung der Marktlage aus. Der Druck am europäischen Schlachtschweinemarkt steigt.

Viele Notierungen setzten die bereits eingeschlagene Richtung nach unten fort, meldet die Interessengemeinschaft der Schweinehalter Deutschlands (ISN) in ihrem wöchentlichen Bericht zum europäischen Schweinemarkt. Das saisonbedingt steigende Angebot an schlachtreifen Schweinen und abflauende Grillgeschäfte tragen laut ISN zu dieser Entwicklung bei. Insbesondere in Deutschland hätten die Schlachtunternehmen über negative Margen geklagt und den Druck durch reduzierte Schlachtaktivitäten erhöht. So gab die deutsche Leitnotierung zum zweiten Mal in Folge nach.

Auch die Notierungen in Spanien, den Niederlanden, Belgien und Österreich pendeln zwischen korrigierten 3 und 4 Cent zurück, in Großbritannien gibt die Notierung leicht nach. Unveränderte Preise für Schlachtschweine melden Dänemark und Frankreich. Die dänische Notierung hatte im August deutlich moderater als beispielsweise Deutschland und die Niederlande zugelegt. Nun rutscht die niederländische Notierung nach dem jüngsten Preisrückgang auf den letzten Rang im europäischen Preisgefüge der fünf größten Schweine haltenden EU-Mitgliedsländer ab. Seit KW 26 hatte die korrigierte dänische Notierung diesen Rang innegehabt.

Tendenz für den deutschen Markt:
Der deutsche Schlachtschweinemarkt bleibt am Wochenanfang verunsichert. Die Marktteilnehmer aller Stufen der Produktionskette sorgten sich angesichts der saisonalen Entwicklung der Stückzahlen und des Ausbruchs der Afrikanischen Schweinepest (ASP) in Belgien. Der Angebotsdruck im Tagesgeschäft konnte sich dennoch spürbar reduzieren, berichten Vermarkter. Argumente für eine Konsolidierung der Marktlage lieferte schon am Freitag das Auktionsergebnis der Internet Schweinebörse. Aus heutiger Sicht wäre eine unveränderte Preisentwicklung durchaus marktgerecht.

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