Bild: ISN

Mit Beginn des neuen Jahres kehrt auch die rege Betriebsamkeit an den Märkten für Schlachtschweine zurück. Dabei zeigen sich die ersten Preistendenzen im Jahr 2020 uneinheitlich.

Laut der Interessensgemeinschaft der Schweinehalter Deutschlands (ISN) wird übereinstimmend nach den kurzen Arbeitswochen von einem gewissen Überhang an Schlachtschweinen berichtet. Dementsprechend laufen die Schlachtbänder schon wieder auf Hochtouren. Ausnahme sind lediglich die Regionen, in denen am Montag der Feiertag der „Heiligen drei Könige“ gefeiert wurde. Dort starteten die Märkte erst am Dienstag.

Ein erstes positives Zeichen geht von der dänischen Notierung aus. Dort hat Danish Crown die Auszahlungspreise bereits um umgerechnet vier Cent angehoben. Das Schlachtunternehmen begründet diesen Preisanstieg mit dem boomenden Export. Man könne für Asien verpacken und einfrieren, so die Argumentation des Schlachtunternehmens. Die Preise in China seien zwar zuletzt rückläufig gewesen, man habe aber schon vorher einige gute Aufträge abgeschlossen, die man in den kommenden Wochen abarbeite. Trotz des chinesischen Neujahrs laufen die Verschiffungen von Schweinefleisch weiter auf Hochtouren, parallel dazu würden stetige Verkäufe nach Japan getätigt, so die Aussagen von Danish Crown in Dänemark.

Konträr dazu nutzen die Schlachtunternehmen in den Niederlanden den Überhang zum Jahresstart scheinbar aus, um Preisdruck auf den Lebendmarkt auszuüben. Begründet wird der deutliche Preisrückgang um sieben Cent mit der Kaufzurückhaltung nach den Feiertagen auf den europäischen Fleischmärkten. Fleischeinkäufer seien nicht mehr bereit, die zuletzt gültigen Preise zu zahlen. Eine leichte Preiskorrektur um zwei Cent gab es in Frankreich. Dort war zu Beginn des Jahres ebenfalls über ein großes Angebot und hohe Schlachtgewichte berichtet worden. Noch keine neue Notierungen und somit Preisänderungen gibt es neben Deutschland in Spanien, Österreich und Belgien.

Tendenz für den deutschen Markt:
Ganz typisch für den Jahresstart müssen in den kommenden Tagen die Überhänge der vergangen zwei Wochen abgebaut werden. Aus heutiger Sicht wären – auch mit Blick auf Dänemark – unveränderte Preise marktgerecht.

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