Bild: ISN

Der europäische Schlachtschweinemarkt zeigt sich weiter unverändert und stabil. Die Notierungen bewegen sich daher seitwärts. Die große Hitze in Deutschland limitiert die Nachfrage.

Aus den verschiedenen EU-Mitgliedsländern wird von einer insgesamt ausgeglichenen Marktlage berichtet. Die zuletzt extrem hohen Temperaturen ließen die Tageszunahmen in der Mast sinken, meldet der Interessensverband der Schweinehalter Deutschlands. So waren die Schlachtgewichte in den verschiedenen Ländern tendenziell rückläufig. In Österreich lagen sie beispielsweise erstmalig seit August 2018 bei unter 97 kg.

Insgesamt scheint die Nachfrage zum kleinen Lebendangebot zu passen, denn zu hohe Temperaturen fördern grundsätzlich auch nicht den Appetit der Verbraucher. In den klassischen Urlaubsländern Südeuropas bleibt der Bedarf aufgrund der vielen Urlauber dennoch hoch. In Frankreich hofft man trotz hoher Temperaturen auch auf Nachfrageimpulse durch den Monatsbeginn.

Das europäische Exportgeschäft nach China ist dem Vernehmen nach weiter stabil auf dem erreichten Niveau. Zusätzliche Impulse werden erst für den Herbst erwartet. Aus Spanien wird insgesamt von einer deutlich gestiegenen Ausfuhr von Rohschinken berichtet. In den vergangenen vier Jahren war dabei ein Plus von 45 Prozent zu verzeichnen. Wichtigste Absatzländer sind Frankreich, Deutschland und Portugal.

Tendenz für den deutschen Markt:

Zu Wochenbeginn werden schlachtreife Schweine rege nachgefragt. Die angebotenen Stückzahlen sind anhaltend übersichtlich. Ob in dieser Woche preislich Luft nach oben besteht, bleibt abzuwarten.

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