Bild: ISN

Die EU-Märkte für Schlachtschweine gerieten in der laufenden Woche spürbar unter Druck. Die Lebendviehmärkte mussten preisliche Rückschläge hinnehmen.

Am deutlichsten fällt der Notierungsrückgang mit einem Minus von 9 Cent in den Niederlanden aus. Beklagt wird hier vor allem der Druck aus Belgien und Deutschland. Die belgischen Schlachthöfe senkten ihre Preise in der Vorwoche bereits um 6 Cent und legten nun noch einmal um 3 Cent nach. Auch in Deutschland konnten die landwirtschaftlichen Erzeuger sich dem Druck der Schlachtunternehmen nicht entziehen und mussten einen Preisrückgang um 6 Cent hinnehmen.

Um korrigierte 5 Cent senkte das Unternehmen Danish Crown die Auszahlungspreise für die dänischen Erzeuger. Hier werden insbesondere zwei Gründe für die Preisflaute angeführt: Der Exportstopp Deutschlands für die Philippinen sowie die kanadische Exportsperre für China. Beides erhöhe den Preisdruck auf den übrigen asiatischen Märkten.

Stabil hingegen sind die Preise auf den südeuropäischen Märkten. In Spanien sind die Schlachtgewichte noch einmal spürbar gesunken. Hier stabilisiert das Tourismusgeschäft den inländischen Markt.

Tendenz für den deutschen Markt: Nach dem deutlichen Preisrückgang zeigt sich der Schlachtschweinemarkt ausgeglichen. Das knappe Angebot kann zügig und zeitnah vermarktet werden.

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