EU-Schweinepreise KW50

Positive Impulse aus Dänemark und Frankreich


Bild: ISN

Am europäischen Schlachtschweinemarkt zeigt sich vorweihnachtliche Betriebsamkeit. Dennoch zeigen die Notierungen zum Großteil unveränderte Tendenzen. Zwei Ausnahmen bilden Frankreich und Dänemark mit steigenden Notierungen.

Die Branche rüstet sich alle Jahre wieder für das Weihnachtsfest. Die Schlachtbänder laufen nach wie vor grenzübergreifend auf Hochtouren und die Nachfrage nach lebenden Schweinen reißt nicht ab. Sowohl auf dem Binnen- als auf dem Exportmarkt sollen die Geschäfte ordentlich laufen, meldet die Interessensgemeinschaft der Schweinehalter Deutschlands (ISN). Dennoch bleibt es weitgehend bei unveränderten Notierungen, da das Lebendangebot in der Regel zur Bedarfsdeckung ausreicht. In Österreich ist laut VLV von hohen Schlachtgewichten mit über 99 kg die Rede, die für reichlich Rohstoff sorgen. In Deutschland nahmen die Schlachtgewichte zuletzt ab und die Schlachtzahlen gaben ebenfalls leicht nach.

Positive Impulse kamen in der letzten Woche aus Dänemark und Frankreich. Dort wurden für die neue Schlachtwoche steigende Notierungen gemeldet. Die korrigierte dänische Notierung legte um gut 2 Cent auf 1,31 €/kg zu. Während die meisten Notierungen seit vielen Wochen (in Deutschland sind es bereits acht Wochen) auf der Stelle treten, kann die Notierung der stark exportorientierten Dänen schon zum zweiten Mal innerhalb von vier Wochen anziehen und verdrängt Deutschland von Rang 3 im europäischen Preisgefüge der fünf größten Schweine haltenden EU-Mitgliedsländer.

Die französische Notierung legte aus politischen Gründen leicht (+1 Cent) zu, kommentierte ein französischer Marktteilnehmer. Vielmehr stünde die Sorge einiger Schlachtbetriebe vor drohenden Protesten der Landwirte und Blockaden im Vordergrund. In Großbritannien gab die Notierung aufgrund eines ausreichend versorgten Marktes leicht nach.
 
Tendenz für den deutschen Markt:
Die preisbestimmenden Faktoren haben sich zu Wochenbeginn nicht verändert. Es bleibt bei umfangreichen Stückzahlen die sich mit einer großen Nachfrage die Waage halten. Weiter stabile Preise sind zu erwarten.

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