Der Markt entwickelt sich aus Sicht der Schweineproduzenten durchaus freundlich.
ISN
Der Markt entwickelt sich aus Sicht der Schweineproduzenten durchaus freundlich.

Die Notierungen für Schlachtschweine bewegten sich in der letzten Woche wieder nach oben. Der Preis ist damit zum ersten Mal seit vergangenem Juni wieder im Aufwärtstrend.

Ausgehend von Deutschland, wo die Erzeugerpreise um 3 Cent je kg Schlachtgewicht moderat zulegen konnten, folgten auch die Notierungen in den Niederlanden, Belgien und Österreich in gleicher Größenordnung. In Frankreich stiegen die Erzeugerpreise um 2 Cent je kg Schlachtgewicht, in Spanien um immerhin einen Cent. Als Grund für die freundliche Marktentwicklung sieht der Interessensverband der Schweineproduzenten (ISN) ein rückläufiges Angebot an Schlachtschweinen bei einer regen Nachfrage aus dem Fleischhandel. Die ISN mutmaßte in den vergangenen Wochen wiederholt, Fleischhändler nützten die niedrigen Preise aus, um ihre Kühlhäuser mit günstigem Schweinefleisch zu füllen. Als Beleg dafür sahen sie die zuletzt europaweit rückläufigen Schlachtgewinne. Einzig Dänemark konnte noch nicht von steigenden Preisen profitieren.

Auf dem deutschen Markt bleibt die Nachfrage nach schlachtreifen Schweinen auch nach dem Preisanstieg ungebrochen. Das Angebot dagegen ist überschaubar und reicht nicht immer aus, um den Bedarf kurzfristig zu decken. Dementsprechend dürften die Notierungen aus heutiger Sicht auch in der neuen Woche noch einmal zulegen.
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