Die Schweinepreise für die KW 10.
Foto: ISN
Die Schweinepreise für die KW 10.

Der europäische Schweinemarkt entwickelt sich uneinheitlich. Der deutsche Markt hebt die Notierung weiter an, doch ein führendes Schlachtunternehmen kündigt Widerstand an.

Die deutsche Leitnotierung steigerte den Preis um weitere 5 Cent mit Blick auf die knappe Versorgungslage am Lebendmarkt. Österreich, Frankreich, Belgien und Spanien folgten in moderater Höhe nach.
In Dänemark und den Niederlanden blieb die Notierung auf gleichem Niveau. Das niederländische Schlachtunternehmen Vion hat angekündigt, den deutschen Preisanstieg nicht zu akzeptieren und beim Hauspreis zu bleiben. Auch andere Schlachtunternehmen kündigen eine ähnliche Haltung an, meldete die Interessengemeinschaft der Schweinehalter (ISN).

Bedingt durch die uneinheitliche Preisentwicklung klafft die Schere im europäischen Preisgefüge der fünf größten Schweine haltenden EU-Mitgliedsländer wieder etwas weiter auseinander. Die Niederlande und Dänemark bleiben Schlusslicht mit einem korrigierten Preisniveau von 1,38 €, während Spanien mit 1,53 € die Rangliste weiter anführt.

Tendenz für den deutschen Markt:

Die Nachfrage nach lebenden Schweinen gibt sich im Moment ruhiger als noch in den vergangenen Wochen. Das liegt zum einen an der Weigerung Vions, die aktuellen Preisen zu akzeptieren und der Stückzahlreduzierung einiger Schlachtunternehmen. Die Abgabebereitschaft der Erzeugergemeinschaft steigt dadurch an. Dennoch sind die Verhältnisse am Lebendmarkt nach Angaben der Vermarkter insgesamt weitgehend ausgeglichen.

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