Bild: ISN

Trotz saisonal bedingter großer Nachfrage zeigt sich der Schlachtscheinemarkt insgesamt ausgeglichen. Der Jahresendspurt scheint seinen Höhepunkt erreicht zu haben.

Nachdem die Notierungen in vielen EU-Mitgliedsländern in den vergangenen Wochen noch einmal kräftig zugelegt hatten, kehrt nun allmählich Stabilität ein. Der Schlachtschweinemarkt entwickelt sich grenzübergreifend zum Bestellmarkt, so dass sich die Notierungen zuletzt auf dem erreichten hohen Niveau stabilisierten.

Die Interessensgemeinschaft der Schweinehalter Deutschlands (ISN) meldet keine oder nur marginale Preisveränderungen aus Deutschland, Spanien, Dänemark, Frankreich und Österreich. In Dänemark hatte das marktführende Schlachtunternehmen Danish Crown bereits im Vorfeld den in Kalenderwoche 50 vorgenommenen Preisrückgang bereits angekündigt. Dieser war mit einem Minus von 4 Cent jedoch nur halb so stark ausgefallen, wie im November zunächst angekündigt. Nun soll die aktuelle Notierung für Schlachtschweine im Nachbarland bis zum Ende der ersten Januarwoche bestehen bleiben. Die belgische Notierung wurde um 2,5 Cent abwärts korrigiert.

Ins Auge sticht in dieser Woche vor allem die niederländische Notierung. Denn der so genannte „DCA Beursprijs 2.0“ wurde aufgrund von Marktunsicherheiten ausgesetzt, so berichtet das niederländische Fachmagazin boerderij. Das niederländische Schlachtunternehmen Van Rooi Meat habe demnach am vergangenen Freitagnachmittag bekannt gegeben, den hauseigenen Auszahlungspreis um 20 Cent zu senken. Das hohe Preisniveau in China habe die Nachfrage dort inzwischen spürbar reduziert. Die Folge sei ein seit drei Wochen rückläufiger Schweinepreis in China. Dabei darf jedoch nicht unberücksichtigt bleiben, dass das Preisniveau in China trotz dieses Rückgangs nach wie vor auf einem sehr hohen Niveau liegt.

Offene Fragen sind aktuell die Entwicklung der Handelsbeziehungen zwischen China und den USA sowie die Auswirkungen des bevorstehenden Brexits im innergemeinschaftlichen Handel. Im exportorientierten Spanien wird aktuell von einem wachsenden Kaufinteresse in Japan und anderen südostasiatischen Ländern berichtet.

Tendenz für den deutschen Markt:
Der hiesige Schlachtschweinemarkt zeigt sich zu Wochenbeginn gut ausgeglichen und hat sich wie erwartet zum Bestellmarkt entwickelt.

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