EU-Schweinepreise

Weitere Schlachter zahlen Hauspreise


Die Schweinepreise aus der KW 11
Foto: ISN
Die Schweinepreise aus der KW 11

Die europäischen Schweinepreise entwickeln sich durchwachsen. Nach dem Vorstoß der deutschen Schweineproduzenten setzt sich nun die Antwort der großen Schlachtunternehmen fort.

Als durchaus erfolgreich muss man die Parade der Schlachtunternehmen auf den Preisvorstoß der Produzenten bezeichnen. Nachdem die deutschen Schweinehalter die Notierung in der vergangenen Woche um 5 Cent angehoben hatten, reagierte Vion Deutschland und lehnte prompt die Notierung ab. Tönnies und Westfleisch ziehen aktuell nach und zahlen auch nur noch Hauspreise. Die deutsche Preisnotierung fiel daraufhin um 6 Cent.

Diese Brandungsbewegung der Preise war das dominierende Gesprächsthema in Europa. Der österreichische VLV philosophierte über die Sinnhaftigkeit von Preisvorstößen in dieser Größenordnung, meldet die ISN in ihrem EU-Schweinepreisvergleich. Auch ein französisches Schlachtunternehmen habe laut ISN über die Schwierigkeiten, solche Preiskorrekturen auf den innereuropäischen Fleischmarkt umzusetzen, berichtet. Nach dem deutschen Preisverlust von 6 Cent und einer französischen Zunahme von einem Cent befinden sich beide Länder auf einem korrigierten Preisniveau von 1,44 Euro, meldet die ISN in ihrem EU-Schweinepreisvergleich. Damit rangieren sie auf dem zweiten Platz in Europa. Die niederländische Notierung rutschte nach einen Rückgang von 2 Cent zuletzt wieder hinter die unveränderte dänische Notierung. In Spanien setzte sich der Preisanstieg moderat fort.

Tendenz für den deutschen Markt: Der deutsche Schlachtschweinemarkt ist am Wochenanfang weiter verunsichert. Die Abgabebereitschaft der Erzeuger ist erhöht, während das Kaufinteresse verhalten ist.

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