EU-Zuckermarkt

Erzeuger sollen Angebot einschränken


An die Selbstverantwortung der Zucker- und Rübenerzeuger appelliert EU-Agrarkommissar Phil Hogan. Landwirte und Raffinerien sollten ihre Produktion vermindern und selbst nach dem Ende der Zuckerquoten für ein Gleichgewicht auf dem Markt sorgen.

Die Zuckererzeugung der EU im Wirtschaftsjahr 2018/19 werde auf 21 Mio. t geschätzt, berichtete Hogan im EU-Agrarrat in Luxemburg. Zusammen mit Lagerbeständen von 2 Mio. t liege das Angebot damit deutlich unter den 16,8 Mio. t aus dem Jahr 2017/18. In Folge entwickele sich die EU zum Nettoexporteur von Zucker. 2018/19 würden über 3 Mio. t Zucker aus der EU exportiert und die Einfuhren wahrscheinlich halbiert. Neben der EU drängten auch Indien und Thailand auf den Weltmarkt, was im April zu einem Rekordtief von 256 €/t Zucker geführt habe. Seitdem hätten sich die Preise aber wieder bei 300 €/t auf dem Weltmarkt stabilisiert. In der EU kostete Zucker auf dem Spotmarkt in den Erzeugerländern Anfang Juni zwischen 320 und 330 €/t, führte Hogan im Rat aus. Die Intervention von Zucker hält die EU-Kommission trotz der niedrigen Preise für das falsche Signal. Nach dem Ende des Quotensystems müssten die Erzeuger für ein Gleichgewicht zwischen Angebot und Nachfrage sorgen, betonte Hogan. Er werde die Besorgnis erregende Situation auf dem EU-Zuckermarkt im Auge behalten.

Die Kommentare für diesen Artikel sind geschlossen.

stats