Die Roggenernte in Deutschland soll um 20 Prozent geringer ausfallen als im Jahr 2017.
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Die Roggenernte in Deutschland soll um 20 Prozent geringer ausfallen als im Jahr 2017.

Der VGMS spricht von einer angespannten Lage am deutschen Roggenmarkt. Die Ukraine steigert derweil die Exporte.

Der Jahrhundertsommer und der fehlende Regen haben auch dem Roggen sehr zugesetzt - besonders nördlich der Mainlinie. Mit Niedersachsen und Brandenburg seien die beiden wichtigsten Roggenanbaugebiete betroffen, erklärt Peter Haarbeck, Geschäftsführer des Verbandes der Getreide-, Mühlen- und Stärkewirtschaft (VGMS). Der VGMS sagt regionale Engpässe bei Roggen voraus. Der Verband taxiert die Ernte 2 Mio. t. Damit seien aktuell 20 Prozent weniger als im Jahr 2017 geerntet worden. So fragt sich Haarbeck, ob trotz des kontinuierlich sinkenden Bedarfs für die Vermahlung das deutsche Angebot an Brotroggen in diesem Jahr ausreichend und mühlennah am Markt verfügbar sein wird.

Ukraine produziert weniger und exportiert mehr

Ein Land im Osten Europas steigert derweil seine Roggen-Ausfuhren. So sind die Exporte der Ukraine von Juli bis September 2018 im Vergleich zum Vorjahr um 20 Prozent gestiegen. Das Land hat rund 46.800 t ausgeführt, berichtet der aiz-Infodienst. Allein im September hat das Land gut 25.000 t Roggen an die Außenmärkte geliefert. Allerdings geht der überwiegende Teil in Richtung Norden. So zählen Polen, Litauen und Lettland zu den wichtigsten Roggenkunden der Ukraine. Die regen Exporte seien laut aiz trotz einer auch in der Ukraine zu erwartenden Abnahme der Roggenproduktion zu beobachten. So wird die Erzeugung auf rund 405.000 t geschätzt, was ebenfalls etwa 20 Prozent weniger wären als im vergangenen Jahr. Gleichzeitig importiert die Ukraine mehr Roggenmehl.

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