In Norddeutschland und Holland geben die Notierungen nach. Bärische Signale kommen auch aus Brasilien. Dort wird eine hohe Maisernte erwartet. 

Ukrainischer Mais sorgte in Holland und Norddeutschland für schwächere Kurse. Dabei lag der CIF-Preis für ukrainischen Mais bei 172 €/t CIF Holland, berichtet das Team von Novella Agri. Ungarischer Futtermais kostete zuletzt um 146,15 €/t EXW Budapest, kroatischer Mais lag bei 143,85 €/t EXW Zagreb, slowenischer Mais bei 143,85 €/t EXW Bratislava und rumänischer Mais um 143,45 €/t EXW Oltenia, während polnische Ursprünge bei 169,70 €/t EXW Zachodni und 169,90 €/t EXW Slaski lagen.

An Frankreichs Atlantikküste stieg Mais um 2 auf 171 €/t FOB Bordeaux. In Südholland zog Mais auf 191 €/t DAP an. Am deutschen Kassamarkt blieben die Preise bei 190 €/t DAP Süd-Oldenburg sowie bei 188 €/t DAP Niederrhein und 184 €/t EXW Oberrhein stabil.

Mais konkurriert mit Zuckerrohr

In Brasilien interessierten zwei Themen den Markt: die aktuelle Ernteprognose für Mais und die Lage am Ethanolmarkt. Dabei schätzte Agroconsult die Maisernte auf 95,3 Mio. t, während die Analysten von SAFRAS & Mercado rund 94,9 Mio. t prognostizierten. Die USDA-Prognose liegt im Vergleich dazu mit von 94,5 Mio. t am niedrigsten.

In Brasilien wird es eine sehr gute Maisernte geben, die Aussaat näherte sich mit 90 Prozent Fortgang langsam dem Ende. Ein Problem stellt aber die Lage beim Ethanol dar. So erhöht Brasiliens Ethanolindustrie die Verarbeitung von Zuckerrohr auf bereits 64 Prozent des Ernteaufkommens, weil die Zuckerüberschüsse am Weltmarkt derzeit schwer verkäuflich sind. Brasilien baut mit Unterstützung ihres neuen Präsidenten Zhair Bolsonu zwar die Kapazität der dortigen Ethanolwerke stark aus, ob gleichzeitig die höhere Maisernte dabei bewältigt werden kann, bleibt abzuwarten.

 

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