Getreidemarkt

Neue Tender wecken Hoffnung


Frankreich rechnet damit, mit bei den neuen Tendern dabei zu sein und hofft auf neue Verladungen im Hafen von Rouen.
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Frankreich rechnet damit, mit bei den neuen Tendern dabei zu sein und hofft auf neue Verladungen im Hafen von Rouen.

Nachfrage aus Nordafrika lässt die Weizenpreise in Paris steigen. In Südamerika begünstigt Regen Entwicklung der Maispflanzen.

Weizen: In Chicago verspielte der Weizen am Montag im Tagesverlauf den Großteil seiner Gewinne, beendete den Handel dennoch leicht im grünen Bereich. Der Frontmonat Dezember konnte 4,5 auf 507,25 Cent/bushel zulegen (168,22 €/t). Das US-Agrarministerium inspizierte in der Woche zum 14.November rund 450.000 t Weizen für den Export, etwa 50.000 t weniger als in der gleichen Vorjahreswoche. Die kumulierten Exporte belaufen sich nun auf 11,92 Mio. t, ein Plus von 21,39 Prozent im Jahresvergleich. Die Aussaat von Winterweizen ist derzeit zu 95 Prozent beendet und liegt somit im langfristigen Schnitt für diese Jahreszeit.

Tender für Algerien und Tunesien sorgen für Aufwind in Paris, wo der Dezemberweizen um 0,75 auf 178,00 €/t gestiegen ist. Gedämpft wurde der Optimismus jedoch durch die Konkurrenz aus der Schwarzmeerregion, die sich vergangene Woche bei einem ägyptischen Tender durchsetzen konnte.

In Russland beziffert das Agrarministerium zum 18. November die bisher eingefahrene Weizenernte auf 77,9 Mio t, 4,5 Mio. . mehr als zur gleichen Zeit im vergangenen Jahr. Die Ernte ist auf 98,1 Prozent der Anbaufläche eingefahren. Die Gesamtproduktion von Getreide beträgt derzeit 125,2 Mio. t, ein Plus von rund 10 Mio. t. zum Vorjahr.

Mais: Die Mais-Futures an der Börse in Chicago erreichten am Montag den tiefsten Stand seit zwei Monaten. Der Dezemberkontrakt verlor 3,5 Cent und beendete den Handel bei  367,75 Cent/bushel (130,66 €/t). Das US-Agrarministerium meldet ein privates Exportgeschäft im Umfang von 132.000 t mit unbekanntem Zielland. Insgesamt sind die Exportinspektionen in der Woche zum 15. November um 9,55 Prozent gestiegen und summierten sich auf 637.397 t. Die Ausfuhren bleiben jedoch deutlich hinter dem Vorjahreswert. Die kumulierten Exportinspektionen belaufen sich auf 4.980 Mio. t, rund 58 Prozent weniger als im vergangenen Jahr.

Gleichzeitig neigen sich die Erntearbeiten langsam ihrem Ende zu. Der  Erntefortschritt konnte in der vergangenen Woche 10 Prozentpunkte auf  76 Prozent zulegen und liegt im Rahmen der Händlererwartungen. Die Aufmerksamkeit der Märkte richtet sich zunehmend nach Südamerika. In Brasilien und Argentinien werden für die kommenden Tage Regenfälle erwartet, die das Wachstum der Maispflanzen begünstigen dürften.

An der Euronext  in Paris gingen die Maisnotierungen ebenfalls mit einem Minus aus dem Handel. Der Frontmonat Januar schloss bei 163,00 €/t, ein Minus von 1,25 €.

Euro: Der Euro konnte am Montag zulegen . Die Europäische Zentralbank setzte den Referenzkurs auf 1,1061 US-$/€ fest (Freitag: 1,1034). Dienstagmorgen wurde die Gemeinschaftswährung bei 1,1074US-$/€ gehandelt.  

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