Getreideproduktion

Rumänien investiert in Beregnung

Mit einer Milliardeninvestition soll die bewässerte Ackerfläche in Rumänien verdoppelt werden. In diesem Jahr wirkt sich die Frühsommertrockenheit negativ auf die Erträge aus.

Um die Risiken von Trockenschäden zu reduzieren, plant die rumänische Regierung Investitionen in Bewässerungssysteme. Bisher können etwa 1,2 Mio. ha bewässert werden, das sind 15 Prozent der gesamten Ackerfläche. Bis 2020 sollen 1,1 Mrd. US-$ in die Sanierung und den Ausbau des Bewässerungsnetzes investiert und die Fläche auf 2,2 Mio. ha vergrößert werden, berichtet das Büro des US-Agrarministeriums (USDA) in Bukarest. Staatliche Subventionen würden zudem dazu beigetragen, die Kosten für die Bewässerung zu senken.

Weniger Weizen für den Export

Die Getreideernte in Rumänien könnte in diesem Jahr gegenüber 2017 um 8 Prozent kleiner ausfallen. Für den Getreideexport rechnen die USDA-Experten mit einem Rückgang um 11 Prozent. Beim Weizen erwarten sie eine Ernte von 8,5 Mio. t, das wären 600.000 t weniger als 2017. Der Export soll um 200.000 t auf 5,9 Mio. t sinken. Nach einem guten Start im Herbst und im Winter hätte die Kulturen im Osten und Südosten des Landes im späten Frühjahr unter Hitze und Trockenheit gelitten. Die Verluste in diesen Regionen würden teilweise durch die hervorragende Bestandsentwicklung im Südwesten und Westen ausgeglichen.

Mais erholt sich nach Niederschlägen

Die Maisprognose lautet 10,7 Mio. t (2017: 11,9 Mio.t), von denen 3,9 Mio. t (2017/18: 4,8 Mio. t) im Ausland abgesetzt werden sollen. Negativ wirkte sich die späte Aussaat aus, die in einigen Regionen zudem von Staunässe beeinträchtigt wurde. Ungewöhnlich hohe Temperaturen im April, Mai und Juni ließen die Böden austrocknen. Erst in der zweiten Junihälfte fielen im ganzen Land reichlich Niederschläge, durch die sich die Pflanzen erholen konnten.

Bei Gerste wird eine Ernte von 1,55 Mio. t erwartet, das sind 200.000 t weniger als im Vorjahr. Die Gerstenexporte sieht das USDA im neuen Wirtschaftsjahr bei 1,2 Mio. t, nach 1,52 Mio. t in 2017/18.

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