GlobalDairyTrade-Index

Rückgang bei Vollmilchpulver setzt sich fort


Die Notierungen für den neuseeländischen Handelsindex für Milchprodukte sind weiterhin negativ. Das Angebot von Vollmilchpulver ist erneut angestiegen und wird neben anderen Faktoren für den schlechten Kurs verantwortlich gemacht.

Der rückläufige Trend bei den Notierungen für Standard-Milchprodukte hat sich gestern bei der jüngsten Auktion an der neuseeländischen Handelsplattform GlobalDairyTrade fortgesetzt. Dabei verringerte sich der GDT-Gesamtindex, in dem eine Bandbreite von verschiedenen Molkereiprodukten und Kontrakt-Zeiträumen zusammengefasst ist, um 2 Prozent. Das meldet das österreichische Nachrichtenportal AIZ.info. Mit Ausnahme von Buttermilchpulver und Magermilchpulver tendierten die Kurse für alle anderen gehandelten Milcherzeugnisse nach unten. Der GDT-Index gilt als wichtiger Indikator für die Preisentwicklung am Weltmilchmarkt.

Konkret gab bei der jüngsten GDT-Auktion der Index für wasserfreies Milchfett (AMF) im Mittel um 1,3 Prozent auf 5.044 USD/t nach. Die Butter-Notierungen sanken um 1,7 Prozent auf durchschnittlich 4.045 USD/t. Die Preise für Cheddar-Käse verringerten sich um 4,6 Prozent auf 3.250 USD/t und jene für Lactose um 2,7 Prozent auf 902 USD/t. Der Index für Kasein fiel um 2,9 Prozent auf 5.327 USD/t.

Buttermilch entwickelt sich positiv

Vor allem aber gaben die Kurse für Vollmilchpulver um weitere 2,9 Prozent nach, im Mittel wurden 2.655 USD/t erzielt. Der Index für Vollmilchpulver ist seit Juli 2018 deutlich rückläufig, dieses Produkt stellt mehr als die Hälfte des gesamten GDT-Handelsvolumens dar.
Positiv entwickelten sich nur die Preise für Buttermilchpulver - hier legte der Index um 0,8 Prozent auf 2.568 USD/t zu - und jene für Magermilchpulver, bei denen ein Anstieg um 1,2 Prozent auf 1.997 USD/t verzeichnet wurde.
Das jüngste GDT-Ergebnis wird von den Analysten vor allem auf das erneut gestiegene Angebot an Vollmilchpulver (das Leitprodukt dieser Auktion) zurückgeführt. Der neuseeländische Molkereiriese Fonterra, der weltweit größte Exporteur von Vollmilchpulver, hat im Zusammenhang mit den sinkenden Notierungen dieses Produkts bereits seine Prognose für die Erzeugermilchpreise in der laufenden Saison nach unten korrigiert.

In Summe wurden beim jüngsten GDT-Event Molkereiprodukte im Umfang von 42.412 t verkauft, damit war die Menge erneut höher als bei der vorhergehenden Auktion (41.945 t). Die Zahl der teilnehmenden Bieter sank von 183 auf 173.

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