Die jüngste Auktion auf der Online-Plattform GlobalDairyTrade zeichnet ein zweigeteiltes Bild: Während der Buttermarkt schwächelt, bekommen die Pulverpreise Unterstützung durch eine rege Nachfrage aus Asien.

Bei der jüngsten Auktion an der neuseeländischen Handelsplattform GlobalDairyTrade (GDT), einer Tochter des Molkereikonzerns Fonterra, tendierten die Notierungen unterschiedlich. Während die Kurse für Butter und getrocknetes Milchfett weiter rückläufig waren und Magermilchpulver relativ stabil blieb, wurde das Leitprodukt Vollmilchpulver höher bewertet, berichtet jetzt der AIZ-Pressedienst in Wien. Der GDT-Gesamtindex, in dem eine Bandbreite von verschiedenen Milchprodukten und Kontrakt-Zeiträumen zusammengefasst ist, verringerte sich geringfügig um 0,2 Prozent. Der Index gilt als wichtiger Indikator für die Preisentwicklung am Weltmilchmarkt.

Der Index für getrocknetes Milchfett (Butteröl) gab gegenüber der vorherigen Auktion um 3,7 Prozent auf 5.061 US-$/t nach. Bei Butter setzte sich der negative Preistrend fort. Zwischen Dezember 2018 und April 2019 war der mittlere GDT-Kurs von 3.745 auf 5.544 US-$/t noch stark gestiegen, seither ist er rückläufig. Diese Woche gab die mittlere Butternotierung weiter nach, und zwar um 3,4 Prozent auf 4.025 US-$/t.

Rückenwind für Vollmilchpulver

Eine differenzierte, aber feste Entwicklung zeigte sich bei der GDT-Auktion im Pulverbereich: Während der mittlere Kurs für Magermilchpulver mit 2.478 US-$/t annähernd stabil blieb, konnte der Index für Vollmilchpulver - das am umfangreichsten gehandelte Produkt - um 2,1 Prozent auf 3.100 US-$/t zulegen.

Die Analysten führen die relativ stabile Entwicklung beim GDT-Index vor allem auf den Kursanstieg bei Vollmilchpulver zurück. Dieser sei eine Folge der guten Nachfrage aus dem asiatischen Raum, sagen die Marktkenner. Speziell China signalisiere nach wie vor einen großen Bedarf an Milchprodukten.

Die Kommentare für diesen Artikel sind geschlossen.

stats