Herbstbestellung

Frankreichs Rapsfläche schrumpft kräftig


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In Frankreich geht der Rapsanbau ebenfalls in den Keller. Die Weizenfläche zur Ernte 2019 ist dagegen größer als im Vorjahr.

Unfreiwillig verringert um fast ein Viertel haben die französischen Landwirte den Rapsanbau zur Ernte 2019. Grund war wie in Deutschland die extreme Trockenheit zur Herbstbestellung. Nach der ersten Schätzung der Statistikabteilung des Agrarministeriums in Paris (Agreste) konnten nur etwas mehr als 1,2 Mio. ha Winterraps gesät werden. Die Fläche ist 24 Prozent kleiner als im Vorjahr und 19 Prozent kleiner als im Fünfjahresmittel. Frankreich bleibt zur Ernte 2019 zwar führendes Rapsanbauland in der EU, aber mit deutlich geringerem Potenzial.

Die fehlenden Rapsflächen sind zum Teil mit Wintergerste und Winterweizen bestellt worden. Agreste geht von mehr als 5,0 Mio. ha Winterweizen und gut 1,3 Mio. ha Wintergerste zur Ernte 2019 aus. Außerdem ist zu erwarten, dass im Frühjahr mehr Sommergerste angebaut wird, erklären die französischen Agrarexperten.

In Deutschland wächst ebenfalls wenig Raps

In anderen EU-Ländern sind die Tendenzen für den Rapsanbau differenziert. Kräftig nach unten geht die Fläche in Deutschland. Die Union zur Förderung von Öl- und Proteinpflanzen (Ufop) schätzt einen Rückgang der Aussaatfläche um 18 Prozent auf unter 1,0 Mio. ha und sagte bereits im November voraus, dass es nach umfangreichen Umbrüchen deutlich weniger als 0,9 Mio. ha werden könnten.

Auf einen erheblichen Rückgang deuten auch die Zahlen von Kleffmann hin. Das Marktforschungsunternehmen rechnet auf Basis von Satellitenaufnahmen in Deutschland mit 22 Prozent weniger Rapsfläche.

Polen hat ausgedehnt

In Polen soll dagegen im Herbst die Rapsanbaufläche deutlich ausgedehnt worden sein. Dort ist aber unklar, in welchem Umfang die zum Teil schwachen, zum Teil aber auch überwachsenen Bestände, den Winter überstehen.

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