Kampagnenfazit

Rüben süß wie nie


Die Erträge schwanken in diesem Jahr zwischen 30 und 100 t/ha
Bild: Nordzucker
Die Erträge schwanken in diesem Jahr zwischen 30 und 100 t/ha

Zuckergehalt und Erträge weisen in diesem Jahr im Norden eine sehr große Bandbreite auf. Sie ist Spiegelbild der Trockenheit.

 

Die Rübenerträge schwanken im Verbreitungsgebiet des Dachverbandes Norddeutscher Zuckerrübenanbauer (DNZ) in dieser Kampagne so stark wie in keinem anderen Jahr. Gradmesser sind Witterung und Bodengüte, teilt der Landvolk-Pressedienst mit und bezieht sich auf vorläufige Angaben. In den meisten Regionen haben die Zuckerrüben unter der extremen Trockenheit der vergangenen Wochen und Monate gelitten. Flächendeckende Niederschläge sind besonders im Norden und in der Mitte Deutschlands bis zur Ernte ausgeblieben. Nur lokal haben Gewitterschauer nennenswerte Regenmengen gebracht.

Auf flachgründigen Böden mit schlechter Wasserführung haben die Rübenanbauer äußerst schlechte Ernten eingefahren, auf tiefgründigen Standorten mit guter Wasserführung dagegen haben sie noch überraschend gute Ergebnisse erzielen können. Jeder Bodenpunkt, die auch die Bodengüte beschreiben, war an der Pflanzenentwicklung erkennbar. Gerade auf trockenen Standorten ohne Beregnung sind die Blätter der Zuckerrüben zu großen Teilen frühzeitig verwelkt. Damit wurden die Rüben auch anfälliger für Krankheiten und Schädlinge.

Bundesweit betrachtet haben der Norden und Osten deutlich stärker unter der Trockenheit gelitten als der Süden und Westen Deutschlands. Es wird daher Betriebe geben, die mit 30 t/ha witterungsbedingt eine sehr schlechte Ernte machen. Wenige Kilometer weiter fahren Bauern mit 100 t Rüben je Hektar eine Rekordernte ein. Die Zuckergehalte übertreffen mit 20 Prozent und mehr die bisherigen Werte.

Trotzdem wird die aktuelle Rübenernte in Norddeutschland sowie in Deutschland und Europa geringer ausfallen als im langjährigen Durchschnitt. Aufgrund der regional sehr unterschiedlichen Erträge werden einige Nordzucker-Werke ihre Verarbeitung bereits kurz vor Weihnachten abschließen, andere arbeiten noch bis Mitte Januar, heißt es weiter.

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