Märke am Morgen: Ölsaaten

Verwirrung um Canola-Exporte


Das USDA rechnet mit deutlich besseren Exportchancen für Canola als Stats Canada. Der Sojamarkt steht unter dem Einfluss der Mais-Rally.

Sojakomplex: Der festere Getreidemarkt unterstützte am vorigen Freitag in Chicago auch den Sojakomplex. Die Bohne schloss mit einem Plus von 8,25 Cent bei 829,75 Cent/bushel (271,80 €/t). Sojaschrot legte um 3,30 auf 300,50 US-$/short tons (294,52 €/t) zu und Sojaöl um 0,23 Cent auf 27,01 Cent/pound (531,10 €/t). Heute ist die Börse in Chicago wegen eines Feiertags geschlossen.

Zu dem von der US-Regierung beschlossenen Hilfsprogramm für die unter den Folgen des Handelskriegs leidenden Farmer in den USA hat sich der Markt noch keine klare Meinung gebildet. Weil Details zu den Zahlungen noch offen sind, lässt sich nur schwer beurteilen, wie sich die Subventionen auf das Aussaatverhalten der Landwirte auswirken. Hinzu kommt, dass die extremen Wetterbedingungen den Spielraum der Landwirte einschränken. Sollte die nasse Witterung anhalten, könnte sich das Zeitfenster für die Maisaussaat schließen und die Sojabohne als einzige Alternative bleiben.


Raps: Die festeren Sojakurse verhalfen Matif-Raps zu leichten Gewinnen. Der August schloss in Paris am Freitag mit einem Plus von 50 Cent bei 365,75 €/t und hat damit im Wochenverlauf um 3,00 € zugelegt. Auch Canola in Winnipeg verabschiedete sich mit Gewinnen von 2,60 auf 444,40 kan-$/t. ins Wochenende. Die Exportprognosen von Statistics Canada und dem USDA unterscheiden sich für Canola stark. Für das aktuelle Wirtschaftsjahr sieht Stats Canada 9,3 Mio. t. Der USDA-Attache rechnet mit 9,75 Mio. t. Noch größer ist die Differenz für 2019/20 mit einer USDA-Prognose von 10,3 Mio. t. Stats Canada ist wegen der Probleme bei Lieferungen nach China mit 8,0 Mio. t deutlich pessimistischer.

Palmöl: Palmöl gab nach den Verlusten vom Donnerstag auch am Freitag leicht nach. Heute Morgen notiert der umsatzstärkste August-Kontrakt bei 2.041 MYR/t mit 28 Ringgit im Plus.

Rohöl: Ein schwächerer US-Dollar und eine sinkende Zahl von Förderstellen in den USA geben dem Ölmarkt Auftrieb. Die Notierungen zogen am Freitag um rund 1,3 Prozent an. Heute Morgen werden Brent mit 68,61 US-$/Barrel und WTI mit 58,31 US-$/Barrel leicht schwächer gehandelt.

Euro/US-Dollar: Dem Euro gelang es, am Freitagabend die Marke von 1,1200 US-$ zu überspringen. Die Ergebnisse der Europawahl werden vom Markt überwiegend positiv aufgenommen. Heute Morgen notiert der Euro bei 1,1213 US-$ leicht im Plus.

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