Märkte am Mittag

ASP-Angst mobilisiert Ware


Weizen kann in Paris weiter zulegen. Raps hält die Gewinne vom Montag. Der Kassamarkt in Norddeutschland bleibt davon unbeeindruckt.

Auf dem Kassamarkt im Norden haben sich die Preise zum Wochenbeginn kaum bewegt. Aus dem Erfassungshandel ist zu hören, dass etwas größere Mengen aus der Landwirtschaft angeboten werden. Zwei Einflussfaktoren motivieren diese Landwirte, wieder in die Vermarktung einzusteigen. Zum einen gibt es nur wenig Hoffnung, dass sich die Preise bis zur neuen Ernte noch einmal deutlich nach oben bewegen. Auf der anderen Seite wird weiter das Risiko der Afrikanischen Schweinepest (ASP) gesehen. Bei einem Fall von Schweinepest in Deutschland könnte das nicht nur den Markt für Schweine, sondern auch den für Futtergetreide unter Druck setzten.

Die Mischfutterwerke sind wohl bis Ende Februar voll versorgt, darüber hinaus scheint aber noch nicht viel Ware in den Büchern zu stehen. Der stetige Abfluss von Weizen nach Südoldenburg hat in Niedersachsen dazu geführt, dass sich die Läger in der Landwirtschaft trotz des schwachen Exportgeschäfts schon gut geleert haben. Importierter Futterweizen spielt dagegen in dieser Saison eine geringere Rolle als in den Vorjahren.

Markttendenz

Die stetige Nachfrage der Mischfutterindustrie stützt den Markt im Norden. Das Angebot nimmt leicht zu.


Die Futterweizenpreise für den Termin Februar/März liegen in Südoldenburg weiter bei 172 €/t. Futtergerste ist nach wie vor nicht reichlich angeboten. Die Geldkurse liegen bei 163 €/t, Briefkurse ein bis zwei Euro darüber. Triticale und Roggen werden nur vereinzelt besprochen. Futterroggen wird mit 160 €/t bewertet, Triticale mit 164 €/t.
az

Aufwärtsrend am internationalen Weizenmarkt

An der Matif stabilisiert sich für Weizen der Aufwärtstrend der vergangenen Tage. Der März-Kontrakt verbucht bis zum Mittag Gewinne von 75 Cent auf 159,75 €/t.
Bei Raps sind die Vorzeichen am Morgen mal rot und mal grün. Nach dem deutlichen Kursanstieg am Montag steht der Mai mittags bei 349,25 €/t mit 25 Cent im Plus. Die August- und Novemberkontrakte geben dagegen leicht nach.

Die CBoT in Chicago bleibt dagegen klar auf Kurs. Weizen legt heute noch einmal um rund 6 Cent zu. Der März steht mittags bei 4,55 US-$/bushel, der Mai bei 4,68 US-$/bushel. Auch Sojabohnen und Sojaschrot können noch einmal leicht zulegen. Währen die Chicago der schwache Dollar die Kurse stützt, wird das Exportgeschäft in Europa weiter vom starken Euro gelähmt. Heute ann der Eoro wieder zulegen und notiert mittags bei 1,2434 US-$.


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