Märkte am Mittag

Verkäufer wittern Morgenluft


Die freundliche Stimmung an den Börsen schlägt im Nordwesten auf den Kassamarkt durch. Die Futterweizenpreise ziehen leicht an.

Im Nordwesten nähren die zuletzt gestiegenen Matif-Kurse in der Landwirtschaft die Hoffnung auf bessere Vermarktungsmöglichkeiten für Weizen. Die Mischfutterhersteller in Westfalen und Südoldenburg sind zum Beginn der neuen Woche bereit, in kleinen Schritten auf die Abgeber zuzugehen. Für Lieferungen im März werden 170 €/t bezahlt, die Briefkurse für die Anschlusstermine liegen bei 172 bis 173 €/t. Die Vorstellungen der Einkäufer in den Futtermühlen liegen eher bei 171 bis 172 €/t. Gerste notiert weiter auf einem hohen Niveau nur ein bis zwei Euro unterhalb von Weizen. Der Gerstenanteil ist in den Mischungen auf das unbedingt Notwenige reduziert worden. Weizen wird dagegen in den größtmöglichen Mengen vermahlen. Triticale und Roggen werden kaum offeriert und scheinen in Niedersachsen und Westfalen auch weitgehend vermarktet zu sein. Auch die Lagerbestände an Gerste sind nach Einschätzung des Erfassungshandels weitgehend geräumt. Größere Weizenmengen werden dagegen noch in der Landwirtschaft vermutet.

Markttendenz
Die Stimmung für Weizen hellt sich leicht auf. Gerste, Roggen und Triticale werden wenig angeboten.

Der jüngste Kälteeinbruch wird in Niedersachsen und Nordrhein-Westfalen noch gelassen gesehen. Mit Ausnahme vom Osten Niedersachsens, wo nachts zweistellige Minusgrade gemessen wurden, blieben strenge Fröste aus. Dass es nach einem bisher recht milden Winter nun etwas kälter ist, könne den Pflanzen eher nützen als schaden, heißt es im Rheinland und an der Küste. Insgesamt scheinen die Pflanzen relativ gut durch den Winter zu kommen. Die Startbedingungen mit nassen Böden im Herbst waren allerdings nicht optimal.

An der Matif kann Weizen heute erneut leicht zulegen. Mit einem Plus von 50 Cent steht der März mittags bei 163,75 €/t. Raps legt um 2,50 auf 358,50 €/t zu. Der Euro notiert bei 1,2334 US-$ fester.

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