Märkte am Mittag

Verarbeiter sind für Januar dicht


Gerade noch werden die Lieferrückstände aufgrund des Niedrigwassers abgearbeitet, da könnte wegen des Schnees Hochwasser am Rhein und Donau drohen. Am morgigen Freitag fällt der Wasde aus.

Tendenz
Die Börsenkurse neigen am Donnerstag zur Schwäche. Ein starker Euro belastet die Matifkurse. Weizen zum Märztermin gibt um 1 auf 204,25 €/t nach. In Chicago stehen die Notierungen für den März-Weizen schon vor der Eröffnung im Minus bei 5,18 US-$/bushel. Raps wird an den Kassamärkten für Januar derzeit nicht notiert. Für Februar steht der Matifkurs heute mittag bei 367 €/t.
Schneeefälle im Süden und teilweise auch im Osten Deutschlands beeinträchtigen die Agrartransporte per LKW derzeit nicht sonderlich. Die Hauptverkehrsstrassen sind geräumt. Die Schneefälle führen nur vereinzelt zu verspäteten LKW-Ankünften. In der ersten vollständigen Handelswoche nach den Weihnachtsferien werden derzeit die Rückstände des Niedrigwassers aus dem Jahr 2018 abgearbeitet. Wegen des Niedrigwassers auf den Flüssen von Juni bis kurz vor Weihnachten hat es gerade im 4. Quartal große Lieferschwierigkeiten gegeben. Die Ware wurde regional wochenlang geparkt. Hier kehrt jetzt mit dem Normalwasser auf den Flüssen wieder Normalität ein, sagte ein Händler. Die ausstehenden Kontrakte werden ausgeliefert. Die meisten Verarbeiter von Raps aber auch Getreide wie Ölmühlen, Mühlen und Stärkefabriken nehmen für Januar kaum mehr Ware an. Über ein mögliches Hochwasser aufgrund der massiven Schneefälle in den Alpen will noch niemand sprechen, aber auszuschließen ist es nicht.

Wasde fällt aus

Wegen des Haushaltsstreits in den USA wird das US-Landwirtschaftsministerium (USDA) am Freitag den mit Spannung erwarteten monatlichen globalen Marktreport „Wasde“ nicht veröffentlichen. Damit entfallen auch die wichtigen Statistiken zum Umfang der Winterweizenaussaat in den USA, den US-Agrarexporten und den vierteljährlichen Bestandserhebungen. Die Marktteilnehmer nehmen die Ankündigungen gelassen auf. Damit dürfte es an den internationalen Börsen aber auch keine bedeutenden Kursausschläge geben, die mancher Wasdereport schon ausgelöst hatte, wenn Analysten die Bestände überraschend korrigiert hatten.

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