Märkte am Mittag

Weihnachtslogistik spitzt sich zu


Das Exportgeschäft nimmt vor Weihnachten in Hamburg und Rostock geradezu Fahrt auf verglichen mit den trüben Vorwochen. Schiffe mit Weizen, Roggen und Gerste werden verladen.

Damit hatte fast niemand mehr gerechnet, dass deutsches Getreide noch vor dem Jahreswechsel Richtung Nordafrika, in den Iran, nach Japan und in die USA verschifft wird. Exporteure berichten von Verladungen in diesen Tagen. Im Binnenmarkt ist die Nachfrage kaum spürbar, da die Ware seit Wochen in den Seelägern liegt. Auch Roggen in die USA und nach Japan ist unter den Aufträgen. Die Weizenpreise ziehen in dieser Woche auf dem Kassamarkt sowie an den Börsen in Chicago und Paris deutlich an.
Zur Mittagsstunde steht der neue Frontmonat März an der Euronext bei 207,75 €/t so hoch wie schon lange nicht mehr. Auch in den USA geht vorbörslich die Post ab. Der Märztermin verbessert sich bereits auf 5,31 US-$/bushel. Am Hamburger Kassamarkt notiert B-Weizen am heutigen Donnerstag bei 208 €/t.

Ein reges vorweihnachtliches Geschäft verzeichnet der Handel mit Rapsschrot. In Süddeutschland gibt es zwar durch das Normalwasser im Rhein Entspannung, doch hat sich die Situation, Frachtraum zu bekommen, noch nicht richtig entspannt. "Die Weihnachtslogistik spitzt sich zu", sagte ein süddeutscher Händler. Termine von Rapsschrot für diese und nächste Woche seien kaum noch zu beschaffen. Allen Unkenrufen zum Trotz werde immer noch vordere Ware gesucht. Über den Jahreswechsel wollen die Verarbeiter gedeckt sein. Rapsschrot behauptet damit seine feste Tendenz. Davon ist derzeit bei Rapssaat nicht die Rede. An der Euronext büßt der Februar-Kontrakt heute Mittag leicht ein und landet bei auf 369,25 €/t. Dass China nun seit langem wieder umfangreiche Mengen US-Sojabohnen gekauft hat, scheint viele Börsenteilnehmer nur gering zu tangieren.

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