Märkte am Mittag

Futtermühlen bleiben vorsichtig


Die Industrie in den Veredelungsregionen beschränkt sich auf die Erfassung von Weizen. Das Termingeschäft wird vernachlässigt. Der Euro steht weiter unter Druck.

Im Nordwesten Deutschlands ist die Weizenernte noch nicht beendet. Die Arbeiten wurden gestern durch Regenfälle unterbrochen und auch heute werden Schauer und Gewitter erwartet. Die Erträge werden als sehr heterogen beschrieben. Ob man am Ende von einer durchschnittlichen Ernte sprechen kann, lasse sich noch nicht abschätzen, so ein Erfasser. Die Mischfutterindustrie in Westfalen und Südoldenburg kauft Weizen ex Ernte aus der eigenen Kundschaft zu Preisen von rund 175 €/t. Für Roggen werden 160 €/t bezahlt.

Das Termingeschäft ist derzeit sehr ruhig. In den Überschussregionen wurde das Getreide vom Handel zum Teil zu teuer eingekauft, sodass sich auf den aktuellen Niveaus kein Geschäft realisieren lässt. In der Landwirtschaft werden die möglichen Preise ab Station ebenfalls als unattraktiv angesehen. Franko Südoldenburg und Westfalen liegen die Preise für den Termin September bis Dezember für Futterweizen bei 182 €/t und für Futtergerste bei 172 €/t. Es werden aber nur kleine Mengen gehandelt. Auch das Geschäft zu den Verarbeitern in Holland ist ruhig, weil auch dort derzeit die Erfassung Vorrang hat. Zudem hofft man wegen der dort überraschend guten Ernte auf günstige Offerten aus Frankreich.

Die Börsen haben sich nach den gestrigen Verlusten gefangen. In Chicago notieren die Weizen- und Sojabohnen-Futures bei minimalen Gewinnen und Verlusten nahezu unverändert. An der Matif werden der September- und der Dezember-Weizen mit Verlusten von 25 Cent bei 174,50 und 179,50 €/t am Mittag leicht schwächer gehandelt. Raps gewinnt 1,00 € auf 376,75 €/t. Der Euro steht unverändert unter Druck und wird am Mittag bei 1,1029 US-$ gehandelt.

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