Märkte am Mittag

Gerste aus Frankreich belebt den Markt


Im Nordwesten werden die Preise weiter durch Importware bestimmt. Die Abgabebereitschaft der deutschen Landwirte bleibt trotz höherer Matifkurse gering.

Der Futtergetreidehandel im Nordwesten wurde in dieser Woche durch günstige Offerten aus den Niederlanden bestimmt. Vor allem Mischfutterwerke nahe der holländischen Grenze nutzten die Gelegenheit und kauften in größeren Mengen Gerste und in geringerem Umfang auch Weizen ein. Für Termine bis zur neuen Ernte wurden im Emsland für Gerste 218 €/t bezahlt. Die Ware stammt aus Frankreich, wo die Preise zu Wochenbeginn unter Druck standen und offenbar Vermarktungsmöglichkeiten im Export gesucht werden. Ob es sich bei den jüngsten Gerstengeschäften um ein Strohfeuer handelte oder dauerhaft größere Mengen aus Frankreich zu günstigen Preisen angeboten werden, ist derzeit nicht klar einzuschätzen. Die Maisnotierungen in Brake und Hengelo ziehen etwas an. Für den Termin April bis Juli werden Preise von 186 bis 187 €/t genannt.

Markttendenz
Die Mischfutterindustrie verlässt sich weiter auf Importgetreide. Trotz der gestiegenen Börsenkurse lassen sich auf dem Kassamarkt keine höheren Preise durchsetzen.

Das Geschäft mit Getreide aus Deutschland bleibt relativ ruhig. Die Brotmühlen scheinen gut versorgt zu sein. Die zweite Hand sucht noch Ware, für die am Niederrhein Prämien von 9,00 und in Westfalen von 12,00 € bezahlt werden. Die zuletzt gestiegenen Notierungen an der Matif haben die Abgabebereitschaft in der Landwirtschaft eher gebremst. Die Hoffnung im Norden und Osten ist, dass sich bei weiter steigenden Weltmarktpreisen die Chancen für den Export verbessern.

An der Matif ist die freundliche Stimmung für Weizen stabil. Der März legt bis zum Mittag um 50 Cent auf 206,25 €/t zu. In Chicago gibt Weizen um 1,25 Cent auf 524,75 Cent/bushel (170,16 €/t) nach. Matif-Raps notiert am Mittag bei 373,50 €/t mit 75 Cent im Minus. Sojabohnen geben an der CBoT 1,25 Cent auf 913,75 Cent/bushel (296,61 €/t) nach.

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