Märkte am Mittag

Gerste wird im Norden knapp


Nach den jüngsten Verladungen für den Export sind die Läger mit Futtergerste im Norden weitgehend geräumt. Futterweizen wird auf einem unveränderten Niveau gehandelt.

Am Getreidemarkt im Nordwesten zeigen sich weiter nur wenige Bewegungen. Der Handel köchelt auf Sparflamme. Für Termine im März und April lassen sich kleinere Mengen in der Mischfutterindustrie absetzten. Die Brotmühlen zeigen noch weniger Kaufinteresse. Viele Geschäfte dienen eher dazu, den Markt zu testen, als dass größere Versorgungslücken gedeckt werden müssen. In Südoldenburg bewegt sich der Mark heute auf einem unveränderte Niveau. In Südoldenburg liegen für den Märztermin die Geldkurse bei 198,00 €/t, die Briefkurse um 2,00 €/t darüber. Futtergerste wird mit 183,00 bis 185,00 €/t bewertet.

Markttendenz
Die kleinen Umsätze am Getreidemarkt sind ein Zeichen dafür, dass der Konsum für die vorderen Termine gut gedeckt ist. Weil auch die Abgeber zurückhaltend agieren, bewegen sich die Preise seitwärts.

Die neue Ernte ist derzeit kein Thema. Einige Mengen wurden im Herbst bereits gehandelt. Auf dem aktuellen Preisniveau lässt sich in der Landwirtschaft keine Ware mobilisieren. Spannend bleibt die Lage auf dem Gerstenmarkt. Nach den jüngsten Exportgeschäften sind die Silos an den Hafenstandorten weitgehend geleert. Händler rechnen nicht damit, dass darüber weitere Exporte möglich sind. Noch einmal ein Schiff mit 50.000 t zu füllen sei kaum möglich, weil in der Landwirtschaft nur noch kleine Mengen lagern, heißt es im Handel. Unklar ist, wie viel Gerste die Mischfutterindustrie noch benötigt.

An der Matif setzt sich die Erholung der Weizenkurse fort. Der Mai legt um 2,25 €/t auf 187,75 €/t zu und hat damit wieder das Niveau vom vergangenen Dienstag erreicht. Raps gibt um 50 Cent auf 359,00 €/t nach.

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