Märkte am Morgen: Getreide

Mais steigt auf Jahreshoch


Die verspätete Maisaussaat in den USA gibt der Rally in Chicago weiter Schwung. In Frankreich und Russland sind die Bedingungen für Weizen gut.

Weizen: Die anhaltenden Regenfälle in den nördlichen Plains lassen die Chancen für die Aussaat von Weizen und Mais weiter schwinden. In Chicago zogen die Kurse am vorigen Freitag deutlich an. Der Juli schloss mit einem Plus von 19,25 Cent bei 489,50 Cent/bushel (160,35 €/t). Ähnlich hoch waren die Gewinne in Kansas und Minneapolis. Heute ist die Börse in Chicago wegen eines Feiertags geschlossen. Im Windschatten der festeren US-Märkte konnte auch die Matif mit einem deutlichen Plus ins Wochenende gehen. Der September legte um 2,50 auf 178,00 €/t zu, der Dezember um 2,25 auf 181,50 €/t.

Die Regenfälle in den USA verhindern zwar die weitere Aussaat von Sommerweizen, verbessern aber die Bedingungen für den Winterweizen, für den allerdings auch der Krankheitsdruck steigt. Das Analyse-Unternehmen Planalytics erhöhte seine Prognose für den durchschnittlichen US-Winterweizenertrag von 51,1 bpa auf 52,0 bpa. In Frankreich bewertet FranceAgriMer 79 Prozent der französischen Weichweizenkulturen zum 20. Mai mit gut oder ausgezeichnet. Dies entsprach dem Wert der Vorwoche und dem aus dem Vorjahr. UkrAgroConsult sieht die russischen Weizenbestände dank einer günstigen Witterung ebenfalls in einem unverändert guten Zustand.


Mais: In Chicago schloss der Maismarkt am Freitag mit Gewinnen von mehr als 10 Cent. Der Frontmonat Juli kletterte um 14,5 Cent auf 404,25 Cent/bushel (141,92 €/t) und übersprang damit erstmals seit Ende Mai 2018 die Marke von 4 US-$. Im Corn Belt soll es auch in dieser Woche regnen. Spekulative Anleger sind nun bullischer eingestellt. Sie haben ihre Netto-Short-Positionen in der vergangenen Woche in einem Rekordtempo abgebaut, was die Weizenrally beflügelte. In Paris verlor der Juni-Mais um 25 Cent auf 161,75 €/t. Der August legte um 1,50 auf 68,50 €/t zu.

Euro/US-Dollar: Dem Euro gelang es, am Freitagabend die Marke von 1,1200 US-$ zu überspringen. Die Ergebnisse der Europawahl werden vom Markt überwiegend positiv aufgenommen. Heute Morgen notiert der Euro bei 1,1213 US-$ leicht im Plus.

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