Märkte am Mittag

Herbstdepression und lustlose Bäcker


Der physische Markt zeigt sich von seiner trägen Seite. Die Verarbeiter haben sich Import-Polster verschafft oder sind vorsichtig.

Am Mittwochmittag tendieren die Weizen-Futures an der Matif in Paris schwächer. Der Frontmonat Dezember wird mit 200,25 €/t bewertet und damit 0,75 €/t unter dem Vortageskurs. Der folgende März-Termin liegt bei 203,50 €/t und damit 0,75 €/t unter dem Schlusskurs von Dienstag. Auch die Termine Mai und September 2019 geben jeweils 0,75 €/t nach auf 205 €/t beziehungsweise 189 €/t. Der Rapkurs an der Pariser Matif hingegen zeigt sich von seiner freundlichen Seite und legt 1 €/t für den November-Kontrakt 2018 0,50 €/t zu auf 372,25 €/t. In Chicago steigt der Kurs für Sojaöl, während Weizen, Mais, Sojabohnen und –schrot nachgeben.

Markttendenz
Momentan gibt es wenig Anzeichen dafür, dass das Handelsgeschehen am Kassamarkt kurzfristig an Dynamik gewinnt. Die Europäische Warenbörse am Donnerstag in Rouen könnte frische Einsichten zur weiteren Marktentwicklung liefern.
Unterdessen zeigt sich der Kassamarkt im Norden von seiner ruhigen Seite. Die Preisideen von Verkäufern und Käufern für Futterweizen und Futtergerste liegen im Schnitt 2 bis 3 €/t auseinander, berichten Makler. Für Futterweizen und Futtergerste franko Südoldenburg liegt der Briefkurs für November/Dezember bei 215 bis 216 €/t und für den Termin Januar bis Juni bei 2018 bis 220 €/t. „Aber das wollen die Käufer nicht zahlen, sie liegen mit ihrem Geldkurs zwei bis drei Euro darunter“, beschreibt ein Makler im Gespräch mit agrarzeitung.de die Lage.

ASP sorgt nach wie vor für Verunsicherung

Generell sind die Mischfutterhersteller zurückhaltend aufgrund der Sorge vor einer Ausbreitung der Afrikanischen Schweinepest nach Deutschland. Hinzu kommt, dass die Deckung der Verarbeiter aufgrund reichlicher Importe in den letzten Monaten solide ist und kein akuter Handlungsdruck besteht.

Auch die Mehlkunden sind eher verhalten unterwegs, sagen Marktteilnehmer aus der Mühlenwirtschaft. Kleinere Geschäfte mit Großbäckereien gebe es für den Termin September bis Dezember 2019, für die Zeit im Anschluss an die kommende Ernte, also Juni/Juli bis August 2019, seien die Mehlkunden eher lustlos, was auch zu einer Zurückhaltung auf Seiten der Mühlen führt.

Die Prämien für A-Weizen franko Ostdeutschland sind unterdessen zurückgegangen von zuletzt noch 4 bis 6 €/t über B-Weizen auf 2 bis 3 €/t für den Termin Januar bis März 2019. B-Weizen franko Ostdeutschland, selber Termin, wird derzeit mit 10 €/t über Matif-März bewertet. Im Westen liegen die Prämien für A-Weizen etwas strammer mit rund 4 €/t über dem B-Weizen-Kurs.

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