Märkte am Mittag

Hohe Prämien für Raps


Der Kassamarkt für Raps zeigt sich zumindest vorne von seiner festen Seite. Die Aussichten für die kommende Ernte schwinden.

Der Fronttermin Februar 2019 für Rapssaat an der Matif in Paris gibt am Dienstagmittag 1 €/t nach, der folgende Mai-Kontrakt verliert 0,50 €/t auf 379,50 €/t. In Chicago tendieren die Soja-Futures überwiegend freundlich, Schrot schreibt ebenfalls grüne Zahlen, doch Sojaöl gibt nach. Das passt zur Lage am Rohölmarkt, wo die Preise unter Druck stehen.

Markttendenz
Die Anbauschätzung für Winterraps in Deutschland zur Ernte 2019 stimmt Beobachter zumindest vorsichtig optimistisch für stabile bis feste Prämien. Behält die Ufop recht mit ihrer Flächenschätzung von 1 Mio. t, würde die Ernte hierzulande nach Markteinschätzungen bestenfalls 4 Mio. t erreichen.
Am deutschen Kassamarkt für Raps ist die Stimmung unterdessen freundlicher als an der Pariser Börse. Das erfuhr agrarzeitung.de von Marktteilnehmern. Für Rapssaat zu vorderen Terminen zahle der Großhandel ordentliche Prämien. Für den Termin 1 bis 3 (Januar bis März) liegt der Preis franko Oberrhein bei 390 €/t, was einer Prämie von 10 bis 11 €/t entspricht.

Auch Marktteilnehmer im Nordwesten berichten von hohen Prämien für Ware zur Lieferung 2018 auf verschiedene Stationen. Die Crush-Margen seien derzeit gut. „Wenn die Logistik passt, kommt auch Geschäft zustande“, schätzte ein Marktteilnehmer die Lage ein. Denn die Logistik ist aufgrund der Niedrigwassersituation nach wie vor der Flaschenhals am Markt.

Die Schätzung des Ölsaatenverbandes Ufop zur Anbaufläche für Raps zur Ernte 2019 werten Marktteilnehmer hierzulande tendenziell unterstützend für die weitere Preisentwicklung. Die Ufop hat bei ihrer Schätzung am Dienstag die Rapsfläche in Deutschland mit rund 1 Mio. t beziffert, ein Minus von 18 Prozent zum ohnehin schon geringen Niveau von 2018. „Und von dieser Fläche sind auch noch einige Teile umgebrochen worden, aufgrund der schwierigen Witterungssituation“, sagte ein Makler zu agrarzeitung.de.

Am Kassamarkt für Weizen herrscht weiter Ruhe. An der Pariser Börse hält sich der Mahlweizen-Future in einer Seitwärtsbewegung mit Schwächetendenz. Der Dezember-Kontrakt notiert am frühen Dienstagnachmittag mit 201,75 €/t und verliert somit 0,25 €/t gegenüber dem Vortag. Der März-Future verliert ebenfalls 0,25 €/t schwächer mit 205 /t. Die Weizen-Futures in Chicago drehen auch ins Minus.

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