Märkte am Mittag

Italien zieht Euro nach unten


Ein schwacher Euro stützt die Getreidemärkte in Europa. An den Börsen in Paris und Chicago sind heute die Schnäppchenjäger unterwegs.

Auf dem Getreidemarkt in Südoldenburg und Westfalen bleiben die Umsätze zu Beginn der Woche klein. Der ruhige Marktverlauf der vergangenen Wochen werde sich wohl bis in das neue Jahr hinein fortsetzten, so ein Händler gegenüber agrarzeitung.de. Die Brotmühlen sind bis zum Jahresende mit Weizen gedeckt und nicht aktiv am Markt. Durch Importe aus Russland und dem Baltikum ist vorerst auch die Versorgung mit Brotroggen gesichert. Die Mischfutterindustrie deckt sich weiter mit günstigem Mais und mit Weizen in Brake ein. Ein gewisses Interesse besteht an Gerste, deren Anteil in den Mischungen allerdings weit reduziert wurde, sodass im Vergleich zu den Vorjahren deutlich kleinere Mengen benötigt werden. Die Preise bewegen sich kaum. Mais kann in Brake für die Termine bis zum Jahresende weiter für 186 €/t gekauft werden. Die Bewertung für Futterweizen franko Südoldenburg liegt bei 215 €/t, für Futtergerste müssen etwa 2 €/t mehr angelegt werden.

Markttendenz

In den kommenden Wochen sind für den nordwestdeutschen Getreidemarkt keine neuen Impulse zu erwarten.


Nachdem die Kurse in Chicago und Paris zuletzt rückläufig waren, ziehen die Notierungen heute wieder etwas an. Das aktuelle Niveau nutzen Händler zum Kauf. An der Matif kann Weizen so die 200-Euro-Marke wieder überspringen. Mit einem Plus von 1,25 €/t notiert der Dezember mittags bei 200,75 €/t. In Chicago geht es nach vier Sitzungen im Minus heute wieder leicht nach oben. Der Dezember gewinnt 2,75 Cent auf 504,75 Cent/bushel (165 €/t). Der Euro gibt heute Morgen deutlich nach und fällt bis auf 1.1241 US-$, den tiefsten Stand seit 16 Monaten. Mittags kann sich der Euro leicht erholen und notiert bei 1.1268 US-$. Der Streit zwischen der EU-Kommission und Italien um den Haushalt des Landes sorgt weiter für Verunsicherung.

 

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