Märkte am Mittag

Kurse steigen leicht an


Der süddeutsche Getreidemarkt scheint sich etwas stabilisiert zu haben. Offensichtlich zeigt der Sog der internationalen Terminmärkte seine Auswirkung. Die leicht verbesserten Erlöse am Kassamarkt führen bei etlichen Erzeugern zu einer höheren Abgabebereitschaft.

Brotroggen hat mittlerweile fast schon ein auslaufendes Geschäft. Meist werden die bestehenden Kontrakte abgewickelt. E-Weizen konnte bislang von der festeren Tendenz nicht profitieren. Die Kurse bewegen sich bestenfalls seitwärts. Es ist angesichts der sehr geringen Umsätze kaum möglich nennenswerte Prämien durchzusetzen. Im Schnitt erhalten die Erzeuger für E-Weizen mit 15,5 Prozent Protein und 220 Fallzahl knapp 165 €/t netto, frei Erfasser. Für A-Weizen mit 13 Prozent Protein und 250 Fallzahl werden 150 €/t erzielt. B-Weizen wird mit gut 145 €/t abgerechnet.

Tendenz
Das Weizengeschäft am Binnenmarkt läuft ruhig. Der Handel geht von einem nennenswerten Anschlussbedarf der Mühlen im zweiten Quartal aus.

Das Weizengeschäft am Binnenmarkt verläuft eher verhalten. Teilweise werden etwas bessere Umsätze im Export gemeldet. Der Handel erwartet allerdings für das zweite Quartal noch einen nennenswerten Anschlussbedarf der heimischen Mühlen. Wie hoch die Lücke ist, läßt sich aber nur schwer sagen, zumal die Verarbeiter unterschiedliche Angaben machen. Bislang sind die Mühlen jedenfalls nur in Ausnahmefällen bereit, höhere Forderungen zu bewilligen. Aktuell hält sich die Weizenvermahlung nämlich in relativ engen Grenzen. Dies erklärt wohl auch das geringe Interesse an der neuen Ernte.

Eventuelle regionale Auswinterungsschäden sind bislang noch nicht seriös zu beurteilen. Einige Weizenmengen gehen inzwischen sogar in die Mischfutterindustrie. Dies mag auch mit dem vergleichsweise schwachen Angebot an Futtergerste zu erklären sein. Es stößt auf eine auch überregional gute Nachfrage. So kommt es immer wieder zu Anfragen aus Italien und den Benelux-Staaten. Spitzenforderungen werden aber nur selten bewilligt. Die Preisspanne für Gerste ist auf der Erzeugerstufe recht breit. Der Durchschnittspreis liegt bei 140 €/t netto. Teilweise gibt es Nachfrage direkt von Veredelungsbetrieben.  

 

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