Märkte am Mittag

Landwirte bleiben gelassen

In der niedersächsischen Landwirtschaft sieht man bis zur neuen Ernte noch gute Chancen für die Weizenvermarktung. Die Hoffnungen richten sich auf die Nachfrage in Südoldenburg.

In Niedersachsen haben die zuletzt gesunkenen Börsennotierungen in der Landwirtschaft noch keine große Unruhe ausgelöst. Zwar lagert noch relativ viel Weizen auf den Höfen, doch eine deutlich belebtes Angebot ist derzeit nicht zu verzeichnen. In den reinen Ackerbauregionen sind viele Landwirte ohnehin noch im Urlaub, sodass beim Erfassungshandel erst Anfang Februar mit umfangreicheren Offerten gerechnet wird.

Die Mengen, die auf den Markt kommen, lassen sich meist ohne große Probleme unterbringen. Zu den Mühlen im Raum Hannover lässt sich B-Weizen zur Lieferung im Februar/April mit 168 bis 170 €/t absetzen. Die Futtermühlen in Südoldenburg zahlen für den Februar zwischen 169 und 171 €/t. Gerste wird derzeit in größeren Mengen Richtung Hamburg gehandelt, um die Exportnachfrage zu bedienen. Die Geld-Kurse den Januar und Februar liegen bei 155 €/t, die Briefkurse einen Euro darüber.

Markttendenz

Exporte beleben das Geschäft mit Futtergerste. Weizen aus Niedersachsen wird bis zur neuen Ernte seinen Weg in die Mischfutterindustrie finden.


In der Landwirtschaft werden die Risiken, dass die Preise noch weiter fallen als kleiner angesehen als die Chancen, dass der Markt doch noch einmal anziehen könnte. Bis zur neuen Ernte sehen auch die Händler noch gute Chancen Weizen zu vermarkten, denn die Mischfutterwerke sind bisher nur bis in den Februar hinein versorgt und haben darüber hinaus noch keine großen Mengen in den Büchern. Wegen der Risiken durch die Afrikanische Schweinepest wird der Rohwareneinkauf noch stärker auf das Mischfuttergeschäft abgestimmt.

An den Warenterminbörsen tut sich kurz vor dem Wochenende wenig. Weizen notiert in Paris unverändert bei 155,75 €/t. In Chicago steht bis zum Mittag ein Gewinn von einem Cent auf 4,26 US-$/bushel. Raps verliert an der Matif 50 Cent auf 344,50 €/t. De Sojabohne kann an der CBoT um 3,5 Cent auf 9,76 US-$/bushel zulegen. Mit 1,2266 US-$ notiert der Euro heute Mittag etwas höher als gestern.

 

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